Die Auswirkungen des Kohleausstiegs in Deutschland auf den Strompreis sind laut einer Studie des deutschen Öko-Instituts „überschaubar“.
Bis zum Jahr 2030 soll die Stromerzeugung aus Kohle in Deutschland um 26 Gigawatt reduziert werden. Foto: pixabay.com
Die deutsche Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einen Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von bis dahin 52 Prozent auf 65 Prozent bis zum Jahr 2030 beschlossen. Beim Abschalten der Kohlekraftwerke könnten die Preise im Mittel steigen, so das Öko-Institut in einer aktuellen Übersichtsstudie. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sorge jedoch wiederum für eine Senkung der Großhandelspreise, heißt es weiter. Werde die schrittweise Reduzierung der Kohleverstromung mit einem stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien gekoppelt, würden auf dem Strommarkt die Großhandelspreise in der Größenordnung von 0,4 Cent pro Kilowattstunde sinken.

Ende 2017 betrug die installierte Leistung für die Stromerzeugung aus Kohle in Deutschland 43 Gigawatt, bis 2030 soll die Leistung der Kohlekraftwerke auf 17 Gigawatt reduziert werden. Die Wissenschaftler haben verschiedene Studien zu Strompreiseffekten einer schrittweisen Reduzierung der Kohleverstromung ausgewertet. Wie hoch die Strompreise durch eine Reduzierung der Kohleverstromung ansteigen, so die Experten, hängt neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere von der Entwicklung der Erdgas- und CO2-Preise ab. (cst)

Öko-Institut e.V.

Studie „Strompreis- und Stromkosteneffekte eines geordneten Ausstiegs aus der Kohleverstromung“

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