Unternehmensmeldung

Solarthermie-Special: Gewerbe- und Industriebetriebe nutzen Solarenergie für ihre Fertigungs-Prozesse.

Julius Blum nutzt Solarthermie für den Beschichtungs-Prozess. Foto: Blum

Produzieren mit der Sonne: Die Treibhausgas-Emissionen in Österreich steigen kontinuierlich, trotz aller Maßnahmen die bisher getroffen wurden. Den größten Anteil mit 44 Prozent an den Emissionen haben Industrie und Energieerzeugung. Daher ist auch die Industrie gefordert, ihren Anteil am Klimaschutz zu leisten, um die Emissionen zu verringern. Wie das geht zeigen jene Betriebe, die bereits heute intelligente Maßnahmen setzen, um ihren Verbrauch zu senken und erneuerbare Energie zu nutzen. Immer mehr Gewerbe- und Industriebetriebe setzen auf Sonnenenergie, wenn es um die Energieversorgung geht. Vor allem beim Thema Wärme kann damit das Klima geschützt und gleichzeitig jede Menge Geld gespart werden.


Solar beheizter und gekühlter Motorprüfstand

AVL List

Das renommierte Grazer Unternehmen AVL List GmbH AVL (Foto nebenan) entwickelt und verbessert alle Arten von Antriebssystemen und ist langjähriger Partner der bekanntesten Unternehmen der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie. Die unterschiedlichen Prüfstände am Standort haben einen hohen Energiebedarf und brauchen aus Gründen der Qualitätssicherung ein konstantes Raumklima. Im Jahr 2014 wurde eine große thermische Solaranlage mit einem Megawatt Wärmeleistung (1.450 Quadratmeter Kollektorfläche) installiert. Die Anlage liefert jährlich rund 600 Megawattstunden klimaneutrale Heizung und Kühlung für die Prüfstände. Das Kollektorfeld dient gleichzeitig als Überdachung der Parkflächen. Die Anlage bei AVL-List wurde über ein Bürgerbeteiligungsmodell finanziert und spart mehr als 100 Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Es ist die erste Anlage in dieser Größenordnung in Österreich, die über Crowdfunding finanziert wurde. Die AVL-List profitiert dabei nicht nur von einer klimaneutralen Energieversorgung, sondern auch dem langfristig stabilem Energiepreis der gelieferten Solarwärme. Foto: AVL List GmbH

Die Julius Blum GmbH spart sich damit über 20.000 Kubikmeter Erdgas pro Jahr.

Die Julius Blum GmbH zählt zu den großen metallverarbeitenden Unternehmen Österreichs und ist Weltmarktführer bei Möbelbeschlägen. Das Familienunternehmen mit über 5.300 Mitarbeitern produziert an 7 Standorten in Österreich, Polen, Brasilien und USA. Im Jahr 2011 wurde am Sheddach der Produktionshalle ein Kollektorfeld mit 300 Kilowatt Wärmeleistung (fast 460 Quadratmeter) für die Beheizung der Vorbehandlungstauchbecken der Beschichtungsanlage installiert. Der Betrieb spart sich damit über 20.000 Kubikmeter Erdgas pro Jahr, die Solaranlage liefert fast 10 Prozent des Wärmeenergiebedarfs im Werk. Damit vermeidet das Unternehmen jährlich mehr als 50 Tonnen CO2.

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Förderprogramm Solare Großanlagen in Österreich
Solarthermische Großanlagen ab 100 m² werden vom Klima- und Energiefonds mit bis zu 50 % gefördert, innovative Projekte werden für eine Begleitforschung ausgewählt. Die Förderung wird für folgende Anwendungen gewährt:
- Solare Prozesswärme
- Solare Einspeisung in Wärmenetze
- Gebäude und Betriebe mit über 20 % solarem Deckungsgrad
- Solarthermie in Kombination mit Wärmepumpen
- Neue Technologien und Innovationen
Zusätzlich werden heuer erstmals Machbarkeitsstudien für Großprojekte mit mehr als 5.000 m² Kollektorfläche mit bis zu 100 % gefördert!
Der Einreichschluss ist 26. Februar 2021, Infos unter www.klimafonds.gv.at
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Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das energie:bau Magazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.

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