Ein neues Verfahren der deutschen Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) nutzt Algorithmen aus der Gesichtserkennung, um die Alterung von Lithium-Ionen-Akkus zu bestimmen.

Mit bloßem Auge sind die Bilder der Isotopenspektren kaum zu unterscheiden. Foto: BAM

Bei jedem Lade- und Entladevorgang einer Batterie lagern sich Lithium-Ionen in den Elektroden der Zelle ein. Mit der Zeit kommt es zu Brüchen an den Strukturen, immer mehr Lithium-Ionen sammeln sich in Haufen um die Elektroden an und behindern dadurch die Bewegung anderer Ionen: Die Performance des Akkus sinkt.

Diese Haufenbildungen zeigen charakteristische Muster, da Lithium in der Natur in zwei unterschiedlichen Isotopen vorkommt, so die BAM in einer Aussendung. Die Verteilung der Lithium-Isotope in einer Zelle hängt dabei direkt mit ihrem Alterszustand zusammen. Die Forschenden nutzen nun Algorithmen aus der Gesichtserkennung, um Bilder der Verteilungen, die mittels Spektralanalyse gemacht werden, dahingehend zu analysieren.

Im nächsten Schritt wolle man Unternehmen eine schnelle und kostengünstige Methode zur Verfügung stellen, um das Alterungsverhalten ihrer Akkus schon im Labor bewerten zu können, heißt es weiter. Damit soll es in Zukunft möglich sein, Batterien langlebiger und nachhaltiger zu machen. (cst)

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung 

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