Ein quartiersoptimierter Ansatz für die Energieversorgung von Quartieren bietet gegenüber dezentral optimierten Versorgungsstrukturen auf Gebäudeebene laut einer Studie viele Vorteile.

Um die Optimierung von Energiesystemen auf der Quartiersebene zu ermöglichen, müsse laut Analyse der regulative Rahmen dringend weiterentwickelt werden. Foto: pixabay.com

Modellrechnungen anhand verschiedener Quartierstypen – Bestand und Neubau in urbanen sowie ländlichen Gebieten – haben ergeben, dass die quartiersoptimierte Versorgung Kostenvorteile von circa 30 bis 45 Prozent gegenüber der Versorgung von Einzelgebäuden aufweist, so die Deutsche Energie-Agentur dena in einer Aussendung. Die Studie „Modellierung sektorintegrierter Energieversorgung im Quartier“ sieht die Ursachen für den Kostenvorteil in einem erhöhten Selbstversorgungsgrad mit kostengünstigen, lokal erzeugten erneuerbaren Energien sowie dem Zugang zu zusätzlichen Versorgungsoptionen wie der Nutzung von lokaler Abwärme.

Die Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Auftrag der dena erarbeitet wurde, betont außerdem die Vorteile eines offenen Stromaustauschs zwischen den Quartiergebäuden. Die dadurch ermöglichte gemeinsame Nutzung von Photovoltaik- und anderer Stromerzeugungspotenziale biete erhebliche Vorteile bei der Senkung von Energiekosten und der Steigerung des Selbstversorgungsgrads. (cst)

Studie „Modellierung sektorintegrierter Energieversorgung im Quartier“ 

Deutsche Energie-Agentur dena 

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