Audi und Co. haken Benzin und Diesel schneller ab, als die Regierungen Gesetze verabschieden können.

AUDI-CEO Markus Duesmann sieht keine Zukunft für Verbrenner-Motoren. Foto: Audi

Der Wandel schreitet voran. Der Klimawandel macht es notwendig. Aber nicht weil die Europäische Union, der deutsche Bundestag oder das österreichische Parlament den Autokonzernen schon Gesetze umhängen, sondern weil der Technologiewettlauf weltweit im Gange ist: Nur wer im Betrieb CO2-freie Fahrzeuge anbieten kann, überlebt, so scheint es, die nächsten Jahre.

Ab 2026 nur mehr E-Auto-Entwicklung
Daher überbieten sich derzeit die Autohersteller in Ankündigungen (und auch schon mit Umsetzungen). Nun hat der Audi-Chef und Volkswagen-Entwicklungsvorstand Markus Duesmann seine Prognose untermauert, in fünf Jahren keine neuen Verbrenner mehr entwickeln zu wollen. Ab 2026 werden neue AUDI-Modelle nur noch elektrisch vom Band laufen. Bestehende Modellreihen sollen noch sieben Jahre länger erzeugt werden, in China vielleicht so gar etwas länger.

Das Enddatum für Verbrenner macht „alles einfacher“
In Interviews (unter anderem mit dem Schweizer Tagesanzeiger) begründete der Firmenchef den Umstieg auf Elektroautos so: „Wir müssen weg vom CO₂, das ist keine Frage. Und ein Enddatum für den Verbrenner macht es für alle einfacher, als wenn wir nur so dahindümpeln.“ Durch diese Entscheidung könne das Unternehmen besser planen, weil die Mitarbeiter ein Ziel vor Augen haben. Es gebe dabei ausreichend Zeit für alle im Team, sich auf die Veränderung einzustellen.

Keine Gesetze notwendig!
Ein Verbrenner-Verbot durch die Regierung lehnt Duesmann ab, es sei besser, die Menschen zu nachhaltigem Verhalten zu motivieren. Audi glaube fest daran, dass das geht – „mit großen Anstrengungen und Technologieklarheit. Wir dürfen uns nicht in der Vielfalt von Lösungen verlieren.“ (zitiert auf ecomento.de).

Europäer hinken hinterdrein
Dabei sind die Europäer ohnehin sehr spät darauf gekommen, dass Einspritzpumpen, Auspuff und Kupplung der Vergangenheit angehören müssen. Mittlerweile wird ganz offiziell der US-Konzern Tesla als Benchmark angegeben. Audi-Chef Duesmann im zitierten Interview: „Ich gehe fest davon aus, dass wir Tesla produktseitig einholen werden“.

Bundesregierung soll sich um Solarstrom kümmern
Eher schon macht er sich Gedanken um den Strom, der die Autos zum Laufen bringen wird. 2027 verkaufe Audi in allen Segmenten E-Autos, dafür brauche es kein Gesetz. Die neue Bundesregierung sollte sich besser darum kümmern, dass Sonnenenergie und Wind besser genutzt werden und die Genehmigungsverfahren beschleunigen. Sonst werde es schwierig, nachhaltigen Strom in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben. (ecomento.de)

Interview im Schweizer Tagesanzeiger (kostpflichtig).
Zusammenfassung im Beitrag auf ecomento.de.

 

 

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