Forschenden am deutschen Fraunhofer WKI ist es gelungen, Carbonfasern in einer Autotür durch Naturfasern zu ersetzen.

Das verwendete Naturfasergewebe hat ein besserers Umweltprofil als das Gewebe aus Carbon, auch eine thermische Verwertung nach der Nutzungsphase soll laut Fraunhofer WKI problemlos möglich sein. © Fraunhofer WKI | Federico Böhm

Carbonfasern verstärken Kunststoffe und verleihen Leichtbauteilen Stabilität – die Herstellung ist allerdings energie- und erdölintensiv. Für das Pilotfahrzeug „Bioconcept-Car“ haben Forschende in Zusammenarbeit mit Porsche Motorsport und Four Motors nun Karosserieteile mit 100 Prozent Naturfasern als Verstärkungskomponente entwickelt, so das Fraunhofer WKI in einer Aussendung.

Verwendet würden Fasern aus Hanf, Flachs oder Jute, die im Vergleich zu Carbonfasern zwar geringere Steifigkeiten und Festigkeiten aufweisen, für viele Anwendungen aber ausreichend seien, heißt es weiter. Durch ihre natürlich gewachsene Struktur dämpften Naturfasern Schall und Schwingungen besser, die geringere Splitterneigung könne außerdem helfen, Verletzungsgefahr bei Unfällen zu reduzieren. Die biobasierten Verbundstoffe seien bereits erfolgreich geprüft worden, in der nächsten Phase soll eine Fahrzeugtür mit einem biogenen Anteil von 85 Prozent im Gesamtverbund aus Fasern und Harz entwickelt werden. (cst)

Fraunhofer WKI

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