Kommentar von Wolfgang Löser
Landwirt & „Energierebell“

Wer heute noch die Fragen stellt, wann jemals ein e-Auto 1000 Km Reichweite hat, hat nicht im Geringsten den gigantischen Umbau der gesamten Wirtschaft (auch Landwirtschaft) verstanden.

Tesla
Die Ladesäulen von Tesla sind Teil des Erfolgskonzeptes. Foto: sentiero/starmühler

Immer wieder taucht die Frage auf, wann man mit einen E-Auto mit einer Batterie Ladung 1000 Km fahren kann, erst dann ist ein e-Auto interessant.

Gleich vorweg, diese Fragen kommen immer genau von denen, die nur wenige Male im Jahr mehrere hundert KM am Stück fahren wollen, eine Urlaubsfahrt machen wollen also eigentlich bedeutungslos sind, anscheinend handelt es sich hier um eine Weitreichen- Angst, die aus dem fossilen Denkmuster kommt und noch nie mit e-Autos ausgiebig unterwegs waren, keine Erfahrung haben - Bedenken, die E-Autofahrer gar nicht kennen ...

In der EU gibt es fast 173.000 öffentliche Ladestationen, stand 14. Woche 2020. rund 5.000 e-Ladestationen in Österreich damit doppelt so viele als die ca. 2400 fossile Tankstellen (siehe https://positionen.wienenergie.at/beitraege/grafik-e-ladestationen-europavergleich/ )

E Ladestellen in Europa 2020

Anzahl der E-Ladestationen in Europa im Ländervergleich

Die Vielfahrer, die im Jahr zig-tausende Kilometer fahren bestätigen eindeutig, dass mit der heutigen Batterie Technologie mit 400 – 600 Km ein völliges Auslangen gegeben ist, wie mein Freund Helmut, der seit 6 Jahren mit seinen Tesla ca. 80.000 Km pro Jahr in halb Europa zurück legt.

Gerade er ist der lebende Beweis wie e-Mobilität funktioniert, höchste Lebensqualität bietet und ein stressfreies Fahren möglich ist.
Er hatte früher eine Audi A6, mit dem er oft mit 200 Sachen 1000 Km am Stück fuhr, danach aber durch extremes, stundenlanges hoch konzentriert sein extrem viel Substanz verlor und immer längere Erholungsphasen benötigte, im wesentlich nicht mehr oder schneller sogar langsamer und weit teurer (Betriebskosten, Service, Reparatur und Sprit für A6) unterwegs war als heute mit seinem Tesla.

Entspanntes Reisen
Seine Fahrt startet oft von Wien nach Salzburg wo er als verantwortungsbewusster Autolenker einen Rast einlegt, seinen Kaffee trinkt oder seine Vorbereitungen für die Kundenbesuche erledigt.
E-Auto Ladezeiten sind wertvoll für ihn, um Büroarbeiten zwischendurch zu erledigen, etwas zu besorgen, ein zu kaufen, das entspannte Reisen mit erlaubter Geschwindigkeit auf Autobahnen noch dazu im (teil) autonomen Fahren bringt sogar Erholung, anstatt wie früher puren Stress, und nervliche Belastung.
Sein Aktionsradius erstreckt sich über die Slowakei, Kroatien, Schweiz, Deutschland, Tschechien und Österreich.

Die Börse gibt Tesla recht
Das genau dieses Konzept des Reisens, der Mobilität, weltweit enorme Begeisterung erfährt, bestätigt, der unvorstellbare Erfolg von Tesla, mit weltweit höchsten Verkaufszahlen und enormer Begeisterung der Investoren, womit der Börsenwert von Tesla mit Beginn 2021 einen unvorstellbaren historischen Höchstwert von 731 Mrd $ erreicht hat, den es in dieser Form noch nie gab, Tesla notiert jetzt um das 7- fache mehr als VW und um das 10-fache mehr als Mercedes.

E Auto Aktien 1 2021

https://derletztefuehrerscheinneuling.files.wordpress.com/2021/01/tesla-market-cap-20210106.png?w=710


Dazu kommt, das Tesla kaum Schulden hat. VW, BMW, Mercedes haben mehr als doppelt so hohe Verbindlichkeiten wie ihre Börsenwerte und sind in der fatalen Situation, gerade jetzt inmitten des totalen Umbaus der gesamten Produktion zur e-Mobilität gigantischen Investitionen in die Batterie und Zellenproduktion stemmen zu müssen.

E Auto Konzerne Schulden

Verbindlichkeiten der Autoindustrie

Trend zur Selbstzerstörung
Damit geht der Trend der Selbstzerstörung der Europäischen Automobil-Industrie ungebremst weiter, während VW, BMW, Mercedes,.. mit extremen Einsparungen, Betriebsschließungen mit großen Substanzverlust die Trendwende zur e-Mobilität irgendwie schaffen müssen, kann Tesla mit nur einigen wenigen hochdotierten Aktienverkäufen locker weitere zukunftsträchtige Projekte selbst finanzieren.

Eine Win-Win-Situation mit immensen wirtschaftliche und technischen Vorsprung, Tesla liegt, sei es im autonomen Fahren im gesamten on Air Management, als auch bei der Batterie Technologie um mindestens 6-10 Jahre vor der übrigen, besonders Europäischen Automobilindustrie.

Denkmuster ändern sich
Damit bestätigt sich genau, das Denkmuster aus der Vergangenheit (1000 Km Reichweite wie bei Diesel, Benzin) keine Zukunft haben, währen neue Technologien wie e-Mobilität, Autonomes Fahren als auch Sharing bereits den Markt bestimmen und längst zu den globalen Technologie Führern und Gewinnern zählen, die anderen am Abgrund stehen …

Tesla beweist und bestätigt die Chance für die gesamte Energie, Agrar-und Mobilitätswende, alle die das alte fossile System noch immer verteidigen, sich sogar an diesem festklammern sind bereits chancenlos verloren, massive wirtschaftliche Einbrüche in ALLEN Bereichen bestätigen diesen Trend täglich aufs neue. Man benötigt nur ein wenig Hausverstand um dies zu erkennen, viele Experten sind ohnehin völlig ungeeignet dazu, denn gerade sie sind meist das Problem und nicht die Lösung.

Jene die bereits begriffen haben und danach handeln, gehören heute schon zu den Gewinnern.

Mit sonnigen Grüßen

Wolfgang Löser

Wolfgang Löser

Wolfgang Löser

Landwirt & „Energierebell“

betreibt seinen Bauernhof in NÖ seit 16 Jahren zu 100 % aus Sonnenenergie und ohne fossile/atomare Energieimporte.

Kommentare  

#4 Redaktion 2021-01-14 07:37
Lieber Andreas V., danke für Ihren Leserbrief! Uns hat niemand „gezwungen, das Gendern anzunehmen“. Das machen wir, weil es unserer Ansicht nach eine gute Sache ist. Es verabschiedet sich vom „Mitmeinen“ der Frau bei männlichen Berufsbezeichnu ngen oder Personenangaben . Mittlerweile haben zahlreiche Redaktionen wie das deutsche ZDF, Universitäten, Regierungen und natürlich nun auch der DUDEN beschlossen, sich von den althergebrachte n Schreib- und Redeweisen zu verabschieden. Machen Sie das doch auch! Ihr Herbert Starmühler, Chefredakteur energie-bau.com
#3 Alois Höfl 2021-01-07 20:18
Gut wiedergegeben! Das 1000km Argument kommt nur von solchen Leuten, die zu bequem (faul) sind, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Klar muss ich meinen Verstand ein wenig aktivieren (hilft übrigens gut gegen Alzheimer) um sicher die nächste Ladesäule zu finden. 300km am Stück sind für die meisten E-Autos heute kein Problem mehr. Und dann eine Pause schadet niemals. Und schon habe ich den Rückweg z. B. von Wien nach OÖ gesichert. Also mit ein wenig Wille kein Problem mehr.
#2 Andreas V. 2021-01-07 16:23
Wer hat Euch eigentlich dazu gezwungen dieses unsubstantiiert e "Gendern" anzuwenden?
Laßt das das doch lieber sein, es gibt keine offizielle Rechtschreib-Re gelung dazu.
Und außerdem stellt das keine vernünftige Lösung irgendeines Problems dar.
#1 Florian 2021-01-07 13:39
Das ist eine sehr kurzsichtige Betrachtung des Themas und lässt die insgesamte Nachhaltigkeit der E-Fahrzeug-Tech nik (Abbau der Rohstoffe, Produktion der Batterien, Erzeugung des Stroms, Entsorgung der Bauteile, usw.) völlig ausser Acht. Wer deren Kritiker zu wenig Hausverstand attestiert, hat entweder selbst nur sehr wenig Ahnung oder wird von der Autoindustrie bezahlt. "Grün" ist er auf jeden Fall nicht.

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