Die oberösterreichischen Energie-Händler wehren sich gegen das Aus für Ölheizungen.

Ventil
Woher kommt die Energie, die das Wasser erwärmt – und durch die Rohre fließen lässt? Foto: sentiero - starmühler

Die Energiehändler fühlen sich unter Druck. Und sie sind es auch. Denn die europa- und österreichweit zunehmende Verbannung der fossilen Brennstoffe kommt ihrem Gewerbe immer näher. Verbote und Fristen künden das Ende von Ölkeizungen, Gasheizungen und fossil betriebenen Verbrennungsmotoren an.

Das lässt nun die Fachgruppe Oberösterreich des Energiehandels in der Wirtschaftskammer aktiv werden. In einem Brief, landesweit an die Bürgermeister versendet, schreiben Obmann Bernd Zierhut und sein:e Stellverterter:in: 

„Verbote sind standortfeindlich“
„Verbote von Verbrennungsmotoren und Ölheizungen sind standortfeindlich, bürgerfern, sozial ungerecht und befeuern die Möglichkeit des Blackouts“. In dem mehrseitigen Brief machen die Energiehändler auf die Vorteile moderner Brenntwerttechnik der Öl- und Gasöfen aufmerksam, die eine „drastische Reduzierung des Jahresverbrauchs ermögliche“.

„Bewährte Infrastruktur nützen“
Innovative Flüssigbrennstoffe könnten die „bewährte Infastruktur“ nützen, womit die Öltransport-LKW und die bestehenden Gasnetze gemeint sind. 600.000 österreichische Haushalte seien bei der Wärmeversorgung auf Flüssigbrennstoffe angewiesen, im wesentlichen Öl oder Gas.

Ersatzstoffe entwickeln
Statt der Verbote sollte man lieber die Entwicklung neuer Ersatzstoffe fördern: „Synthetische Brenn- und Kraftstoffe sichern nachhaltige Mobilität und sorgen für stabile Stromversorgung. Unsere CO2-neutrale Treibstoff-Alternative eignet sich hervorragend zum flächenbdeckenden Einsatz beim Antrieb sämtlicher Verkehrsträger – PKWs. LKWs, Flugzeuge und Schiffe“.

Das Fazit der Energiehändler: „Wir fordern eine Klimapolitik mit Augenmaß, die Berücksichtigung der Lebensrealität von 6 Mio. ÖsterreicherInnen, Innovationen statt Verbote – und liefern die Lösung.“

Über die Art und Weise, wo und wie die Erneuerbaren Energien für die Erzeugung der eFuels oder sonstiger Ersatzstoffe herangezogen werden könnten, steht im Brief nichts. 

Hier das gesamte Schreiben.

(hst)

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