Die Ausgangslage: Die Klimaveränderung bringt zunehmende Erwärmung auch in unsere gemäßigten Klimazonen. Besonders unsere Städte zeigen höhere, ungesunde Temperaturen. Sie bilden urbane Hitze-Inseln.

Serie: Serie: Hitze in der Stadt

Wie kann Urban Climate Quality Mapping helfen, um städtischer Überhitzung entgegenzuwirken? Eine Studie zeigt Pilotanwendungen in Mödling, Klagenfurt und Salzburg.


Es wird immer heißer in der Stadt. Doch es gibt Abhilfen und Milderung. Illustration: Natalie Sandner / UBA

Städte sind vom Klimawandel und von steigenden Temperaturen besonders betroffen. Großräumige undurchlässigen Oberflächen, fehlende Vegetation und konzentrierte Bebauung treiben die Temperaturen noch weiter in die Höhe. Dieser Effekt wird Urban Heat Island (UHI) genannt. UHI beeinträchtigen die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden. Hitzewellen in städtischen Gebieten haben bereits Menschenleben gefordert. Die Hitzewelle im Jahr 2003 führte beispielsweise zu 30.000 Todesfällen in ganz Europa.

Auch in Kleinstädten wird es wärmer und wärmer
Große Städte wie Wien haben den UHI-Effekt bereits untersucht und mögliche Klimaschutz- und Anpassungsstrategien entwickelt. In kleinen bis mittelgroßen österreichischen Städten, die im Sommer ebenfalls von Hitzewellen betroffen sind, wurde jedoch wenig unternommen. Darüber hinaus benötigen Stadtplaner dieser Städte mit zunehmender Urbanisierung Lösungen, um die Auswirkungen von UHI zu mildern, da die Städte in Zukunft weiter wachsen werden. 

Wie sieht es in Salzburg, Klagenfurt und Mödling aus?
Dem Problem widmet sich eine Untersuchung österreichischer Forscher*innen*:  Im Projekt ADAPT-UHI wurde in den Pilotstädten Salzburg, Klagenfurt und Mödling sowohl die zukünftige Hitzebildung als auch mögliche Maßnahmen modelliert. In einem weiteren Schritt wurden sowohl die Effekte als auch die Kosten der Maßnahmen verglichen. Die meisten der vorliegende Angaben übernehmen wir aus diesem Forschungsprojekt ADAPT-UHI (KR17AC0K13693), das im Zeitraum April 2018 bis März 2020 vom Klima- und Energiefonds gefördert wurde. 

Kühlende Infrastruktur
Die Metropolen haben bereits begonnen, ihre Stadtplanung auf die Vermeidung von Hitzeinseln auszurichten. Die kleineren Städte schließen sich an. Denn die Bedeutung von kühlender Infrastruktur wird im urbanen Raum zunehmend an Bedeutung gewinnen, dazu zählen beispielsweise Stadtbäume, Parks, Grünstreifen, Wasserflächen, grüne Dächer und Wände, helle Gebäudeflächen, Beschattungssysteme und vieles mehr. Man ist also nicht machtlos. Doch wo beginnen? Und wie messen? Lesen Sie hier in den kommenden Wochen die einzelnen Kapitel, die wir online stellen werden:

  • Die Messung der Hitze, Teil 1: Was ist Urban Climate Quality Mapping
  • Die Messung der Hitze, Teil 2: Evapotranspiration von Vegetationsflächen und Gewässern
  • Die Messung der Hitze, Teil 3: Die Inputdaten der Hitze-Mappen
  • Das Ergebnis: Zusammenarbeit notwendig
  • Die Schlussfolgerungen für die Stadtplanung
  • Was ist zu tun?
  • Meinungen und Reflexionen

* Die beteiligten Forscher*innen im Projekt ADAPT-UHI (KR17AC0K13693):
Umweltbundesamt: Alexander Storch, Wolfgang Schieder, Gundula Prokop; Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik: Maja Žuvela Aloise, Brigitta Hollosi, Sandro Oswald; IIASA: Linda See; IPAK*: Stefan Guggenberger, Wolfgang Hafner; ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin e.V.: Daniel Johnson;

 

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