Photovoltaik-Entwickler kämpfen mit hohen Netz-Zugangsgebühren für größere Anlagen und fordern zunehmend lauter einen kostenlosen Zugang zum allgemeinen Stromnetz. Der Verband der Erneuerbaren priorisiert eher das 100-%-EE-Ziel. Update 8.3.2021.

Elektrokabel
Nur kein Kabelsalat (wie hier in Mombasa), aber wie bindet man die neuen PV-Anlagen ins moderne Netz ein? Foto: sentiero-starmuehler

Wer in Österreich eine größere Photovoltaik-Anlage baut, ist oft mit prohibitiv hohen Gebühren konfrontiert. Hat man das „Pech“, an einer für das bestehende Stromnetz ungünstigen Stelle bauen zu wollen, etwa weil der nächste Trafo zu schwach oder zu weit entfernt ist (oder beides), so kann das empfindlich ins Geld gehen. Die niederösterreichische EVN verlangt zum Beispiel bis zu 100.000 Euro pro Kilometer bei sehr großen Anlagen. Dies sei notwendig, weil manchmal eben Trafos gebaut, Umspannwerke nachgerüstet oder dicke, teure Kabel vergraben werden müssten. Siehe unser Bericht „So teuer ist der Netzanschluss“.

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Kommentare  

#1 Walter Eberl 2021-03-05 12:24
Die Kapitalationser klärung der EE-Verbände statt Forderung freier Netzzugang für Ökostrom ist fatal. Seit über 25 Jahren zahlen die Windkraftwerke u.a. hunderte Mio. € an Zugangsgebühren und Kosten für den Netzanschluss, den sie selbst errichten müssen. Bekommen haben wir dafür nichts, nur weiter bürokratische Schikanen und Behinderungen der staatlich geschützten und von e-control gedeckten Netzmonopoldikt atur. Es gibt weiter keinen regionalen Netzausbau, der seit jeher dringend benötigt wird. Das ist kontraproduktiv e Abzocke. Wozu dafür weiterzahlen und wieder selbst bauen, zulasten der Ökostromerzeuge r und Verbraucher über Netzgebühren, Abgaben etc. Den Nutzen haben nur Netzbetreiber und deren Eigentümer (mehrheitlich Bundesländer) über Privilegien und Dividenen. Der Ökostromausbau wird so nicht weiterkommen.

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