Unternehmensmeldung

Im Wiener Messequartier durften die Preisträger ihren ETHOUSE Award - den Preis für energieeffizientes Sanieren – übernehmen.

Nominiert für den ET House Award: Die Volksschule Brixlegg. Foto: ET House Award

Zum elften Mal hatte die ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme den ETHOUSE Award ausgeschrieben, der Preis für energieeffiziente Sanierungen in Österreich. Eingereicht werden konnte in den Kategorien öffentliche und gewerbliche Bauten sowie Wohnbau. Am 16. November 2021 war die ExpertInnen-Jury unter Vorsitz der Wiener Architektin Renate Hammer zusammengekommen und hatte fünf Projekte für den Award nominiert. Gestern standen nun die Hauptgewinner fest.

Materialwahl und Konstruktionsmethoden in der thermischen Sanierung

Das Hauptaugenmerk lag auf Energieeffizienz, Innovation, architektonische Umsetzung & Ästhetik sowie auf dem richtigen Umgang mit dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS). „Die Einreichungen zeigen eine ausdifferenzierte Materialwahl und Konstruktionsmethoden in der thermischen Sanierung“, resümiert die Jury-Vorsitzende. „Etliche Projekte verbessern nicht nur konsequent die Gebäudeperformance im Sinne unserer Klimaschutzziele. Sie unterstreichen auch, wie relevant die Gebäudesanierung für eine gelingende Baukultur ist.“

Hier nun die Gewinner

Volksschule Brixlegg
Architektur: Architekturhalle Arch. R. Wulz Zivilitechniker KG in Zusammenarbeit
mit Ing. Manfred König
Verarbeitung: Hans Bodner BaugesmbH + CoKG

Architekturhalle Volksschule Brixlegg Bestand web
So sah die Volksschule bisher aus.

Architekturhalle Volksschule Brixlegg web
Die sanierte Volksschule.

Aus der Jurybegründung
„Ein Musterprojekt in einer Vorzeigeregion! Die Optimierung der thermischen Hülle ist integrativer Teil eines klugen Gesamtkonzeptes. Über die bauphysikalischen Ansprüche hinaus wurde eine schlichte und zugleich freundlich einladende Fassade gestaltet. Jetzt kommt Tageslicht ins Gebäudeinnere.“

Projektbeschreibung
Brixlegg ist eine mit 3 „e“ ausgezeichnete e5-Gemeinde und Teil der Klima- und Energiemodellregion Alpbachtal. Für die Sanierung der Volksschule (Baujahr 1966) wurde eine sehr hohe energetische und ökologische Qualität angestrebt. Um diese Sanierungsqualität zu gewährleisten, wurde das Projekt zur „Mustersanierung“ eingereicht. Realisiert wurde ein energie- und klimatechnisches State-of-the-Art Projekt. Die SchülerInnen und LehrerInnen haben nun eine optimale Lern- und Arbeitsatmosphäre nach modernsten Kriterien. Im Zuge der Sanierung wird eine 100-%-ige Versorgung mit erneuerbarer Heizenergie sichergestellt.  

Wohnhausanlage 1110 Wien
Architektur: GSD Gesellschaft für Stadt- und Dorferneuerung Ges.m.b.H.
Bauträger: BWS, Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft
Verarbeitung: ARGE Porr Bau GmbH und Zinglbau GmbH
Architekt: Werner Rebernig

GSD Hauffgasse web

Aus der Begründung der Jury
„Mit dieser Sanierung wurden Maßstäbe gesetzt, sie hat Vorbildwirkung im großvolumigen Bau. Außerdem ist die Ressourcenschonung wie die soziale Qualität des sanierten Gebäudes hervorzuheben.“

Projektbeschreibung
Eine in die Jahre gekommene Wohnhausanlage, errichtet 1980-1985, erhielt ein zeitgemäßes neues Erscheinungsbild. Im Rahmen der Fördermittel durch den Wohnfonds Wien wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. U. a. wurde die Energiekennzahl reduziert, Wohnungsfreiflächen (Loggien) vergrößert, Barrierefreiheit und Sicherheitstechnik optimiert. Zudem wurden die Außenanlagen und die Gemeinschaftseinrichtungen revitalisiert sowie 79 neue Dachgeschosswohnungen geschaffen.

Stadthaus Linz
Architektur: mia2 Architektur ZT GmbH
Verarbeitung: Markmont GmbH

mia2 Architektur Stadthaus Linz web

Aus der Jurybegründung
„Das Projekt ist eine architektonisch ausgesprochen gelungene Sanierung eines historischen Gebäudes. Positiv hervorzuheben ist der Erhalt der Kastenfenster und auch der Freiraum im Hof, wodurch Bedürfnissen der NutzerInnen nachgekommen werden konnte.“

Projektbeschreibung
Das Stadthaus liegt zentral zwischen dem Linzer Hauptplatz und dem Hafen. Der Bestand, basierend auf einer Grundsubstanz aus dem 16. Jahrhundert, wurde zu gewerblich genutzten Räumen sowie neuem Wohnraum saniert und erweitert. Die Charakteristik der historischen Substanz sollte bestmöglich erhalten bleiben: Eine Bebauungsplanänderung definierte die Geschoßigkeit wie die Position einer neuen Erschließung, Treppe und eines Lifts. Die Aufstockung erfolgte nach ökologischen, ökonomischen und bautechnischen Anforderungen in Mischbauweise. Durch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen konnte der Heizwärmebedarf um fast 78 Prozent reduziert werden.

Website Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme.

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das energie:bau Magazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.

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