Eine Studie aus Deutschland zeigt, dass eine Sanierung der energetisch schlechtesten Ein- und Zweifamilienhäuser besonders einkommensschwache Haushalte vor Energiearmut schützen kann.

Das Öko-Institut fordert aufgrund der Studienergebnisse eine gezielte Unterstützung vulnerabler Haushalte in schlechten Gebäuden in Deutschland. Foto: Öko-Institut e.V.

Je weniger Menschen verdienen, desto häufiger leben sie in einem älteren Gebäude. Dabei liege der Energieverbrauch älterer Ein- und Zweifamilienhäuser deutlich höher als der neuerer Häuser, so die Studie des Öko-Instituts, die von der Deutsche Umwelthilfe in Auftrag gegeben wurde. Zugleich verbrauchen Haushalte mit wenig Einkommen absolut gesehen weniger Energie, zahlen aber viel dafür: Während Menschen mit geringem Einkommen durchschnittlich mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Energie ausgeben, müssten Menschen mit hohem Einkommen nur etwa zwei Prozent ihres Einkommens für Energiekosten bezahlen.

Die Studie zeige, dass für rund 45 Prozent der insgesamt 1,5 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland, in denen Menschen mit Einkommen im untersten Einkommensdrittel leben, dringender Sanierungsbedarf bestehe, so das Öko-Institut. Eine energetische Sanierung reduziere den Energieverbrauch und somit die Energiekosten – bei den aktuellen Energiepreisen seien das nach eigenen Schätzungen bei einem Einfamilienhaus mit 100 Quadratmetern bis zu 2.000 Euro im Jahr. (cst)

Öko-Institut e.V. 

Kurzstudie „Energetische Sanierung schützt Verbraucher*innen vor hohen Energiepreisen“

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