Baustellen haben geöffnet, die Unsicherheiten bleiben, insbesondere die Angst vor Pönalen wegen verspäteter Fertigstellungen.

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Geduld, alles wird gut! Darauf hoffen auch die Baufirmen. Foto: Starmuehler_autark.cc

Seit heute Vormittag ist eine allgemeine Exitstrategie der Bundesregierung ersichtlich, sehr zur Freude der Wirtschaftsbetriebe. Baufirmen, Fachplaner, Elektrotechniker und weitere beteiligte Branchen haben damit zumindest ein Gefühl, was sie in den kommenden Wochen und Monaten erwartet.

Nicht alle sind so euphorisch gestimmt, wie Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer, der zum heute von der Regierung verkündeten schrittweisen Hochfahren der österreichischen Wirtschaft sagte, es sei ein „Startschuss für ein starkes österreichisches Comeback nach der Coronakrise“. Demnach können kleine Betriebe aus den Bereichen Handel und Dienstleistungen ihre Geschäfte für den Verkauf von Waren und Handwerksbetriebe am 14. April unter klar definierten Bedingungen wieder öffnen.

Kompliziert aber machbar
Doch immerhin, die Baustellen wurden und werden geöffnet. Der Waldviertler Holzbauspezialist Willibald Longin hat bereits in den vergangenen Wochen begonnen, die Baustellen zu bedienen. „Natürlich ist das jetzt alles eher kompliziert, weil wir die Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen müssen“, aber die Arbeit geht voran, zumal viele Auftraggeber auch auf die vereinbarten Fertigstellungstermine pochen.

Weniger Leistung auf der Baustelle
„Die Leute sind es ja an und für sich gewohnt mit einer Staubmaske zu arbeiten, wenn sie zum Beispiel etwas stemmen. Aber wie praktikabel das tatsächlich im Arbeitsalltag ist, wird sich erst zeigen. Der Leistungsverlust ist sicher gegeben, weil eine allgemeine Versicherung da ist. Man sucht ja automatisch die Distanz“, sagt Kurt Zwinger, Bereichsleiter bei der STRABAG, gegenüber dem ORF-Salzburg.

Bauzeit fehlt
Die STRABAG hatte die Baustellen zwei Wochen lang still gelegt – Bauzeit, die nun fehle. „Die Zeit ist nur schwer wieder aufzuholen. Jede Forcierung ist mit Kosten verbunden und die will der Auftraggeber nicht tragen und wir wollen sie natürlich auch nicht tragen“, sagt Zwinger. Manche Auftraggeber würden sich kooperativ zeigen und wollen die entstandenen Mehrkosten gemeinsam tragen. Andere drohen den Unternehmen dagegen bereits jetzt mit Pönalen. Auch bei den Schutzmaßnahmen müssen die Arbeitgeber, aber auch die Arbeiter mit Strafen rechen, wenn sie diese nicht erfüllen.

Masken fehlen
Viele Unternehmer, zum Beispiel Elektrotechnik-Betriebe, suchen händeringend nach Schutzmasken. Die sind zwar vorgeschrieben aber fast so schwer zu bekommen wie Desinfektionsmittel. Die Maskenpflicht wurde ja nun ausgeweitet, mit 14. April gelten in Österreich folgende Regelungen:

Die Ausweitung der „Maskenpflicht“

  • Neben den Supermärkten wird diese ab 14. April in allen Geschäften gelten, die geöffnet sind.
  • Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wird es ab 14. April eine Verpflichtung geben, Mund und Nase zu bedecken.
  • Wenn kein Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung steht, kann auch ein Tuch der ein Schal verwendet werden.
  • Am Arbeitsplatz sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam darüber entscheiden.

Quelle: WKO

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