Es geht wieder los, die Baustellen dürfen geöffnet werden. Sicherheitsmaßnahmen vorausgesetzt. Masken sind das „Werkzeug“ der Stunde.

Atemschutz
Die Chirurgenmaske filtert am meisten heraus, aber auch Masken aus anderen Stoffen halten mehr als 50 % der 1-Mikron-Bakterien ab. Grafik: smartairfilters.com

Zwar haben Behörden und Medien vor kurzem noch auf die relative Nutzlosigkeit von einfachen Atem-Schutzmasken hingewiesen, doch im verschärften Kampf gegen das SARS-CoV 2 vulgo Corona-Virus ist die Maskenpflicht doch eingeführt worden. Und zwar nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Produktion und in Baustellen, wenn ansonsten die soziale Distanz von 1-2 Metern nicht eingehalten werden kann.

Schnelle Gewöhnung
Der österreichische Gewerbeverein formulierte so: „Ganz schnell werden wir uns an das Tragen von Schutzmasken im öffentlichen Raum gewöhnen. Beflügelt von der Hoffnung, schneller zu einem normalisierteren (Arbeits-)Leben zurückkehren zu können, üben wir also die Höflichkeit der Asiaten, andere nicht durch unser Tun zu gefährden.

Schal & Geschirrtuch
Und wenn Sie keine Schutzmaske haben, benützen Sie doch einen Schal, ein Geschirrtuch, vielleicht doppellagig... Das erhöht zwar Ihren eigenen Schutz nicht besonders, es verringert aber Ihren Ausstoß und das ist jetzt entscheidend.“

Uni testete Stoffe für Heimwerker-Masken
Forscher der Universität Cambridge testeten eine breite Palette von Haushaltsmaterialien für selbstgemachte Masken. Um die Wirksamkeit zu messen, schossen sie Bacillus atrophaeus-Bakterien (0,93-1,25 Mikrometer) und Bakteriophage MS-Virus (0,023 Mikrometer) auf verschiedene Haushaltsmaterialien.

Auch das Geschirrtuch hilft gut
Es überrascht nicht, dass die chirurgische Maske am besten funktionierte und 97% der 1-Mikron-Bakterien einfing. Doch jedes einzelne getestete Material filterte mindestens 50% der Partikel heraus. Die besten Ergebnisse erzielten der Staubsaugerbeutel (95%), das Geschirrtuch (83%), der Baumwollmischhemdenstoff (74%) und das Hemd aus 100% Baumwolle (69%). Damit steht dem Heimwerken am häuslichen Küchentisch nun nichts mehr im Wege. Auch viele Gewerbetreibende werden sich mangels verfügbarer Profi-Masken so behelfen.

Auch für das kleine Virus geeignet
Im obigen Test wurden Bakterien verwendet, die 1 Mikrometer groß waren, doch das Coronavirus ist nur 0,1 Mikrometer groß - zehnmal kleiner. Können selbstgemachte Masken kleinere Viruspartikel einfangen? Um diese Frage zu beantworten, testeten die Wissenschaftler 0,02 Mikron große Bakteriophagen MS2-Partikel (5 Mal kleiner als das Coronavirus).

Corona Schutzmaskentest Campridge 002 Mikron

Im Durchschnitt fingen die selbstgemachten Masken 7% weniger Viruspartikel ein als die größeren Bakterienpartikel. Alle selbstgemachten Materialien konnten jedoch 50 % der Viruspartikel oder mehr einfangen (mit Ausnahme des Schals mit 49 %).

Bestmarke für Baumwoll-T-Shirts und Kissenbezüge
Doch auch der Atmungs-Komfort wurde getetstet, und hier zeigten sich große Unterschiede. Das Fazit war dann: Auf der Grundlage der Partikelerfassung und der Atmungsaktivität kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Baumwoll-T-Shirts und Kissenbezüge die beste Wahl für Heimwerkermasken sind.

Studie der Universität Cambridge
Bericht auf smartairfilters.com

Unternehmerinfo der österreichischen Wirtschaftskammer über Krisenkommunikation, Hygienemaßnahmen, Arbeits-Organisation u.a.

 

 

 

 

 

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