Am Wildkogel im Salzburger Pinzgau wird in der ersten Novemberhälfte die höchstgelegene Solaranlage in Österreich angeschalten. Die Anlage mit einer Leistung von 1 Megawatt wurde in einer Höhe von 2.100 Metern errichtet, hat dadurch eine erhöhte Leistung und wird 1,3 Gigawattstunden Strom erzeugen.
Der Stromertrag ist durch die intensivere Strahlung um 30% höher als in Salzburg.
Mit der Anlage könne drei Viertel des Energiebedarfs der Wildkogel-Bahn gedeckt werden. Außerdem sei der Stromertrag durch die Nähe der Sonne und der intensiveren Strahlung um 30 Prozent höher als in der Stadt Salzburg. ”Den Vorteil haben wir uns aber mit großem Aufwand erkauft”, erzählt der Errichter, Josef Brandstetter, der APA.

Die Bestandteile in diese Höhe zu Transportieren stellte sich als sehr mühsam heraus. Über 1.000 Transporte waren notwendig um die Bestandteile (27.800 Einzelteile, 40.000 Schrauben, 28.000 Meter Kabel, 2.670 Klemm- und Steckverbindungen) in eine Seehöhe von 2.100 Metern zu bringen.

Die 5.000 Solarzellen mit einer Gesamtfläche von 8.000 Quadratmetern können, um Schneeauflage zu entfernen oder Stürmen keine Angriffsfläche zu bieten, computergesteuert gekippt werden. Außerdem sind sie in der Lage, sich optimal auf den tages- und jahreszeitlich ändernden Sonnenwinkel auszurichten.

Jedoch ist das Projekt nicht unumstritten

Nur für den Transportweg und nicht das Kraftwerk gebe es eine Bewilligungspflicht und der Standort sei vom Nationalpark Hohe Tauern sichtbar, so Markus Pointinger von der Landesumweltanwaltschaft gegenüber der APA. Immerhin sind Gebirge sehr sensible Ökosysteme.

Laut Brandstetter habe man in einem Verfahren festgestellt, dass es sich in dem Areal wegen des Skigebietes nicht mehr um unberührte Natur handle und die Anlage würde genau dort Strom produzieren wo er gebraucht werde.

Die Investition in das Solarkraftwerk habe fünf Millionen Euro betragen und soll nach zwölf Jahren den ”Break-even-point” erreichen.


Quelle: OeMAG
Bild: Bundesverband Solarwirtschaft

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