Am 18. Oktober 2010 wurden die Gemeinden Auersbach, Murau und Thalgau als "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde 2010“ ausgezeichnet.
Vorarlberg liegt bei den Neuanmeldungen von Elektroautos an der Spitze.


In der Kategorie "Gemeinde mit weniger als 1.500 Einwohnern" wurde die steirische Gemeinde Auersbach mit dem ersten Preis ausgezeichnet, die Marktgemeinde Großschönau (Niederösterreich) erreichte den zweiten Platz, der dritte Platz wurde der Gemeinde Lech am Arlberg (Vorarlberg) zugesprochen. In der Kategorie "Gemeinde mit 1.500 bis 5.000 Einwohnern" belegte die steirische Stadtgemeinde Murau den ersten Platz, zweite wurde die Marktgemeinde Kötschach-Mauthen (Kärnten), den dritten Platz sicherte sich die Gemeinde Hittisau (Vorarlberg). In der Kategorie "Gemeinde mit mehr als 5.000 Einwohnern" wurde die Salzburger Marktgemeinde Thalgau als "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde 2010" ermittelt. Der zweite Preis ging an die Stadtgemeinde Hollabrunn (Niederösterreich) und Platz drei belegte die Stadt Graz (Steiermark).

Die Siegerprojekte aus Auersbach, Murau und Thalgau zeigen wie's geht
Öffentliche, unternehmerische und private Initiativen sorgen in der Gemeinde Auersbach für Vorbildwirkung in Sachen Klimaschutz. Auersbach zeigt, wie eine ganzheitliche und erfolgreiche Entwicklung möglich ist, wenn die Aspekte der Regionalität genutzt und ein respektvollerer Umgang mit den Ressourcen vorgelebt wird. So hat man in der Gemeinde Auersbach früh erkannt: "Je näher die Produktherstellung, desto kürzer der Transportweg". Neben dem öffentlichen Verkehr werden daher besonders die regionalen Produkte gefördert. Dank verschiedener Betriebe und einem Biogaswerk ist Auersbach schon jetzt sowohl bei Strom als auch bei Wärme zu über 80 Prozent energieautark. Die Jury überzeugte vor allem die "Einbettung in ein Energiekonzept/-programm" und die "Regionale Einbettung" des Projekts.  

Die Gemeinde Murau hat ihre Stromerzeugung bereits in den letzten Jahrzehnten selbst in die Hand genommen. Mit dem Betrieb "Murauer Stadtwerke" gelang es nun in zwei Kraftwerken beinahe 100 Prozent des Murauer Strombedarfs aus Wasserkraft zu gewinnen. Der nächste Schritt erfolgt mit der Errichtung eines Nahwärmeheizwerkes. Alle öffentlichen Objekte der Stadtgemeinde, wie zum Beispiel Schulen, das Rathaus und gemeindeeigene Wohnhäuser, werden bereits jetzt mit Biomasse beheizt. Für das Winterhalbjahr ist ein Konzept mit Stromerzeugung aus Holzvergasung vorgesehen. Murau erhielt von der Jury vor allem für die "Energieeffizienz- und Emissionsreduktion" sowie die "Einbettung in ein Energiekonzept/-programm" die meisten Punkte in seiner Kategorie.

Thalgau hat sich klare Ziele gesetzt: Der Energieeinsatz soll innerhalb der nächsten 10 Jahre um 20 Prozent gesenkt und der Energiebedarf im Bereich Strom und Wärme zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Darüber hinaus sollen bestehende Möglichkeiten zur Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien genützt werden. Der Strombedarf der öffentlichen Gebäude und der Straßenbeleuchtung wird bereits mit Ökostrom bedient. Die Energieberatungsstelle der Gemeinde freut sich über den regen Besuch der Bevölkerung. In naher Zukunft sollen eine temporeduzierte Mischverkehrszone im Ortskern, ein Windpark am Lehmberg sowie eine Schnellbahnverbindung zur Stadt Salzburg entstehen. Das Projekt der Gemeinde Thalgau überzeugte besonders mit "Innovationsgrad und Innovationsförderung", "Übertragbarkeit und Vorbildwirkung" sowie "Energieeffizienz- und Emissionsreduktion".

Quelle: OTS

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