Die Bosch-Marke Junkers arbeitet intensiv daran, sogenannte Stirling-Heizgerät zur Serienreife weiterzuentwickeln. Mit dem innovativen Energiesystem soll nicht nur geheizt und Warmwasser aufbereitet werden, es soll aus Gas auch Strom erzeugt werden können.
Bald schon könnte in deutschen und österreichischen Heizungskellern neben Wärme und Warmwasser auch Strom erzeugt werden.
Bis zu 30 Stirling-Heizgeräte werden von Junkers in Deutschland derzeit in einem Feldtest eingesetzt. Die Kompaktheizzentralen mit integriertem Schichtladespeicher bestehen aus einem Stirlingmotor und einem zusätzlichen Gas-Brennwertkessel.

Die Geräte heizen nicht nur den Wohnraum und erzeugen warmes Wasser, sie decken durch die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig den Grundbedarf an Strom in Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Gasbrenner erzeugt dabei eine temperaturbedingte Druckwelle in einem hermetisch verschlossenen Gehäuse und diese Druckwelle setzt in dem Gehäuse einen Arbeitskolben in Bewegung. Über einen Generator wird diese Kolbenbewegung in Elektrizität gewandelt.

Auf diese Weise lassen sich die Stromkosten deutlich reduzieren, weil der Strom zum Erdgaspreis erzeugt wird. Ein Haushalt kann mit dem Gerät etwa die Hälfte des eigenen Strombedarfs decken.

Bei der dezentralen Energieerzeugung mittels Stirling-Technologie wird die Abwärme der Stromerzeugung zudem fast komplett zur Beheizung des Wohngebäudes genutzt und so ein Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95 Prozent erreicht. Dementsprechend gering sind auch die CO2-Emissionen. Der Serienstart des Stirling-Heizgerätes ist für Ende 2011 geplant.

Quelle: Bosch

Foto: Bosch

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