Eine vom weltweit tätigen Energieberatungsunternehmen Pöyry AS erstellte, unabhängige Studie zeigt, dass Windenergie nicht nur CO2-Emmissionen senken kann, sondern auch den Strompreis. Die Spanne der Preisreduktion beträgt dabei je nach Anteil der Windenergie zwischen 3 und 23 Euro pro MWh.


Unter dem Titel "Windenergie und Strompreis" führte das finnische Unternehmen im Auftrag der European Wind Energy Association (EWEA) erstmals die Ergebnisse von Fallstudien aus Deutschland, Dänemark und Belgien zusammen. Die Analyse zeigt, dass je nach Anteil der Windenergie eine Verringerung des Strompreises um 3 bis 23 EUR/MWh möglich wurde. Alle Studien ziehen daraus "im wesentlichen dieselben Schlussfolgerungen", so der Bericht: "Ein erhöhter Anteil von Windenergie verringert die Großhandelspreise am Spotmarkt."

"Es ist inzwischen anerkannt, dass Wind die CO2-Emissionen reduziert," sagt Christian Kjaer, Chief Executive des EWEA. "Jetzt haben wir bessere Belege als jemals vorher, dass Windenergie auch die Strompreise für Verbraucher reduziert. Die Botschaft ist deutlich - wer erschwinglichen CO2-freien Strom haben möchte, muss den Anteil von Windenergie im Versorgungsmix erhöhen."

Der Bericht zeigt außerdem, dass Windenergie CO2-intensive Technologien zur Erzeugung von Strom zumindest zeitweise ersetzen kann. Den Großhandelspreis am Markt bestimmt üblicherweise Strom aus Steinkohle. Während der Zeiten mit geringem Stromverbrauch kann Strom aus Windenergie in den vom Bericht analysierten Ländern jenen aus Steinkohle ersetzen. In Zeiten hohen Verbrauchs gilt dasselbe für Gaskraftwerke.

Unter www.ewea.org kann die Studie heruntergeladen werden.

Quelle: EWEA
Foto: Verbund

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