Eine Studie zeigt, dass die Installation von zweiseitigen, vertikalen Solaranlagen, die nach Ost-West ausgereichtet sind, den Bedarf an Stromspeichern sinken lässt.

Bifaziale Solarmodule können Sonnenenergie von beiden Seiten nutzen. Foto: HTWK/Next2Sun GmbH

Um einen maximalen Energieertrag zu erzielen, werden Solaranlagen meist in Südausrichtung errichtet: Dadurch wird vorrangig mittags viel Strom erzeugt. Um Schwankungen auszugleichen, bedarf es zusätzlicher Stromspeicher. Forschende der deutschen Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig zeigen in einer neuen Studie im Fachmagazin „Smart Energy“ , dass es sinnvoll wäre, künftig vorrangig bifaziale Solarmodule senkrecht zu installieren und dafür beispielsweise landwirtschaftliche Flächen zu nutzen.

In Ost-West-Ausrichtung installiert, werde damit morgens und abends der meiste Strom erzeugt, so die HTWK auf ihrer Webseite. Damit ließe sich der Bedarf an Stromspeichern reduzieren und gleichzeitig der Flächenbedarf für die Stromerzeugung geringhalten, heißt es weiter. Die Anzahl von Stunden mit verfügbarer Solarenergie würde so erhöht, andere Elektrizitätsbedarfe reduziert. Die Installation auf landwirtschaftlichen Flächen könne außerdem das Wachstum bestimmter Nutzpflanzen unterstützen, direkt unter den Modulen seien auch Blühstreifen für mehr Biodiversität möglich. (cst)

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig HTWK 

Studie „Integration of vertical solar power plants into a future German energy system“ 

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