Um Schäden rechtzeitig erkennen zu können, wird das Verfahren der passiven Thermografie in einem Forschungsprojekt bis zur Praxisreife weiterentwickelt.

Windräder müssen extremen Beanspruchungen standhalten - Schäden rechtzeitig zu erkennen, ist entscheidend, um größere Reparaturen oder Totalausfälle zu vermeiden. Foto: Scandat GmbH/BAM

Innere Schäden sind bei Rotorblättern selbst aus nächster Nähe oft nicht zu identifizieren. Das Projekt „EvalTherm“ will mit der Perfektionierung des Verfahrens der passiven Thermografie eine kostengünstige, praktikable und sichere Methode für Wartungen ermöglichen, heißt es in einer Aussendung der deutschen Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die das Gesamtprojekt koordiniert.

Bei der passiven Thermografie erfasst eine Infrarotkamera vom Boden oder aus der Luft die Rotorblätter einer Windkraftanlage. Gemessen wird dabei zum Zeitpunkt maximaler Temperaturkontraste, um sehr schwache Effekte detektieren zu können. Gleichzeitig wird das von der BAM patentierte Verfahren der Differenzmessung angewendet: Die Temperaturverteilung wird zeitgleich an allen drei sich drehenden Rotorblätter erfasst und anschließend miteinander verglichen - Differenzen in den Messungen weisen auf mögliche Schäden hin. Man hofft, dass die Forschungsergebnisse schon bald zu einem marktreifen System führen. (cst)

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

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