Eine Studie aus Deutschland zeigt auf, dass Fassaden bei Energiewende und Bodenschutz eine viel bedeutendere Rolle spielen könnten als bisher.

Die Modellierung der potenziellen Sonnenenergieerträge am Beispiel konkreter Gebäude machte deutlich, dass sich die Installation von Photovoltaikanlagen an Fassaden vor allem bei großen Gebäuden lohnt. Foto: pixabay.com

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung hat gemeinsam mit dem Fraunhofer ISE das theoretische Flächenpotenzial für Photovoltaik an Fassaden für ganz Deutschland erhoben: Das Potenzial lässt sich auf rund 12.000 Quadratkilometer Fassadenfläche und knapp 6.000 Quadratkilometer Dachfläche beziffern, heißt es in einer Mitteilung. Gebäudefassaden böten damit rund doppelt so viel potenzielle Fläche für Photovoltaik-Module wie Dächer.

Allerdings handelt es sich bei diesen Zahlen um theoretische Potenziale, da sie auf Daten beruhen, die die realen Verhältnisse zum Teil stark vereinfachen. Trotzdem seien die Daten ein erster Schritt zu einer besseren Planung: „Die Daten müssen an den konkreten Standorten noch durch genauere Analysen spezifiziert werden. Aber sie geben doch einen Eindruck davon, welche großen Potenziale in bauwerksintegrierter Photovoltaik schlummern. Vor allem mit Blick auf die Ziele zur CO2-Einsparung sind das wichtige Ansatzpunkte.“ (cst)

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung 

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