Mit Partnern aus Industrie und Forschung arbeitet der deutsche Energiekonzern Evonik an der weltweit größten Lithium-Keramik-Batterie. Experten schätzen das Marktvolumen für die Technologie langfristig auf 10 Milliarden Euro.


Bereits Anfang 2011 soll ein Prototyp des Akkus mit einer Leistung von einem Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von etwa 700 kWh am saarländischen Kraftwerksstandort Völklingen in Betrieb gehen.

Evonik nutzt bei der Entwicklung die konzerneigene Cerio-Technologie, bei der spezielle Keramik-Materialien und hochmolekulare Ionenleiter kombiniert werden. Kernelement ist eine keramische Separator-Membran (Separion), die von der Evonik-Tochter Li-Tec entwickelt wurde, und auch in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen soll. (siehe Bild) So kann nach Angaben des Unternehmens eine beträchtlich erhöhte Sicherheit bei gleichzeitig geringem Platzbedarf und hoher Zykluslebensdauer garantiert werden.

Laut Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, können solche Akkus die durch regenerative Energien verursachten Netzschwankungen stabilisieren, wodurch die Energieerzeugung insgesamt erheblich effizienter werden soll. "Hier entsteht ebenso wie im Automobilbereich ein Milliardenmarkt", so Engel. Experten schätzen das Marktvolumen für moderne Energiespeicher langfristig auf über 10 Milliarden Euro. Allein für Deutschland liegt der künftige Leistungsbedarf an modernen Speichersystemen im hohen dreistelligen Megawattbereich.

Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das damit die wirtschaftlich-technische Realisierbarkeit von riesigen Batterien für stationäre Anwendungen unterstützen möchte.

Information: Evonik Industries

Foto: Evonik Industries

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