Ein 230 m² großes Rechteck in 20 Metern Höhe ist auf dem Silo der Schneller Mühle im deutschen Donauwörth mit einer speziellen Photovoltaikfolie beklebt worden.

Aufgrund der Höhe des Silos gibt es keinen Schattenwurf von umgebenden Gebäuden, die Südausrichtung der Fassade verspricht außerdem viele Sonnenstunden. Foto: LEW / Timian Hopf

120 Solarfolien, jeweils sechs Meter lang und etwa 32 Zentimenter breit, wurden auf dem rauen Beton der Silofassade angebracht. Die Fassadenoberfläche wurde vorher mit einer speziellen Grundierung behandelt, die die Haftung des Klebers unterstützt. Die Anlage hat eine Leistung von rund 10 kWp und produziert etwa 6.700 kWh Strom im Jahr, die Schneller Mühle soll den produzierten Strom für den laufenden Betrieb nutzen.

Die verwendeten Solarmodule des deutschen Unternehmens Heliatek bestehen aus ultradünnen Schichten organischer, kohlenstoff-basierter Moleküle, die bei sehr niedrigen Temperaturen auf eine flexible PET-Folie aufgetragen werden. Die Solarfolien verlieren bei hohen Temperaturen nicht an Leistung und benötigen daher keinen Lüftungsabstand, sondern können direkt auf die Fassadenfläche geklebt werden, so der Energieversorger Lechwerke, der den Langzeittest gemeinsam mit Heliatek durchführt, in einer Aussendung.

Die Technologie werde damit erstmals auf rauem Beton, in einer solchen Höhe und auf so großer Fläche untersucht, heißt es weiter. Die Ergebnisse fließen in die Produktentwicklung und -optimierung im Hinblick auf den geplanten Start der Serienproduktion im kommenden Jahr, außerdem versprechen sich die Projektpartner Erkenntnisse zu weiteren Einsatzmöglichkeiten - gerade für Industrie- und Gewerbebauten seien Fassadeninstallationen eine Möglichkeit zur Eigenstromerzeugung aus Sonnenenergie. (cst)

Heliatek 

Lechwerke 

Bericht „pv magazine“ 

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