Mangelndes nationales Interesse und fehlende politische Rahmenbedingungen lassen die USA den Trend bei den erneuerbaren Energien verschlafen. Davon profitiert vor allem Asien, meint Michael Northrop vom Rockefeller Brothers Fund in einer Analyse für die Huffington Post.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur eines der zehn größten Windkraft-Unternehmen der Welt kommt aus den USA (General Electric). Unter die größten Solar-Firmen schaffen es nur zwei, First Solar und SunPower. Und das, obwohl sich laut Studien der weltweit aktiven Großbank HSBC bei den erneuerbaren Energien ein riesiger Markt auftut.

Bereits jetzt liegt das Volumen dieses Marktes laut HSBC-Angaben bei über 500 Milliarden Dollar. In zehn Jahren schätzen es die Banker auf zwei Billionen Dollar. Das entspricht in etwa dem Wert, den die weltweite Flug- und Rüstungsindustrie zusammengenommen darstellt.

Länder wie China bringen sich bereits in Stellung, um ihren Teil des großen Kuchens abzubekommen. Die Chinesen geben schon jetzt hunderte Milliarden Dollar dafür aus, über clevere Preispolitik Anreize für das Wachstum dieses Sektors zu schaffen. Mit Erfolg: China ist der größte Hersteller von Windturbinen und Solarpanelen. Bis 2020 sollen im derzeit wohl dynamischsten Wirtschaftsraum 15 % des gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Außerdem wollen die Chinesen größter Exporteur der dafür erforderlichen Technologien werden.

Die USA begegnet dieser Herausforderung mit eher konservativen Methoden: Für Betriebe, die im Sektor für saubere Energie tätig sind, gibt es lediglich einige Steuerbegünstigungen. Mit teils bizarren Folgen: Evergreen Solar aus dem US-Staat Massachusetts wird beispielsweise bald ein Unternehmen mit Sitz in China sein. 

Quelle: www.huffingtonpost.com

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