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Andrang - 15.03.2018
Am vergangenen Montag startete die zweite Förderrunde für PV-Anlagen und Stromspeicher: Innerhalb der ersten 15 Minuten wurden bereits 8.000 Anträge registriert.

Die Antragstellung für die zweite Förderaktion wwurde am letzten Montag um 17 Uhr freigeschaltet. Foto: pixabay.com

Obwohl es sich bei der aktuellen Förderaktion bereits um die zweite in diesem Jahr handelt, sei der Andrang „rekordverdächtig“ gewesen, so der Bundesverband Photovoltaic Austria in einer Aussendung. Zur Verfügung stehen in der zweiten Förderrunde 9 Millionen Euro für PV-Anlagen und 6 Millonen Euro für Stromspeicher - in den nächsten Tagen wird nun festgestellt, wie viele Anträge eine Förderzusage erhalten werden.

Kritik an der jüngsten Förderaktion kommt von Seiten des Vorarlberger Photovoltaik-Spezialisten Hansesun: „Tatsächlich handelt es sich eher um ein staatliches Glücksspiel als um eine Förderaktion.“ Man befürchte, dass aufgrund des großen Andrangs hunderte Vorarlberger leer ausgehen werden. „Die Projekte, die oft mit viel Aufwand vorbereitet wurden, stehen nun vor dem Aus“, teilt das Unternehmen mit. Obwohl man extra 240 Personen engagiert und geschult habe, um die Anträge unmittelbar nach Beginn der Frist einzugeben und innerhalb von zwei Minuten alle Anträge im System hatte, seien zu diesem Zeitpunkt österreichweit schon 2.000 Anträge eingegangen.

Vorarlberg ist eines der Bundesländer, die Stromspeicher und Steuerungsgeräte aus Landesmitteln nicht unterstützen. „Entweder schafft es die Landesregierung, den Bund zu vernünftigen Förderungsmöglichkeiten zu bewegen, oder es müssen auf Landesebene die Rahmenbedingungen verbessert werden“, betont Andreas Müller, Marketingleiter von Hansesun.

Bundesverband Photovoltaic Austria

Webseite Hansesun

Kommentare  

#5 Xandl 2018-04-11 13:17
Update

Nach Rücksprache bei der Oemag ist mein Antrag gereiht, aber das Kontingent anscheinend schon aufgebraucht. In meinem Fall geht es um ca. 4 Sekunden!
Danke Hansesun - ich hoffe auch viele Ihrer Anträge sind betroffen......
#4 Bernhard 2018-03-22 13:08
Diversen Medienberichten zufolge, hat Hansesun bereits am 09.01.2018 erfolgreich mit extra dafür angeheuerten Studenten erfolgreich alle Förderanträge eingereicht.

Diesmal hat es halt nicht gereicht. Nicht nur hunderte Vorarlberger gehen betreffend der Stromspeicherfö rderung leer aus. Auch tausende andere Österreicher sind davon betroffen und dies auch aufgrund von solchen Masseneinmeldern.

Ich persönlich finde das ganze Abwicklungssyst em auch katastrophal. Mal sehen ob sich für nächstes Jahr diesbezüglich etwas ändert.
#3 PV-Freak 2018-03-19 09:02
Ich stimme Xandl betreffend der Aussage von Einzelpersonen zu.
Weiters frage ich mich ob die Vorarlberger mehr wert sind als die übrigen Bundesländer (Zitat: Man befürchte, dass aufgrund des großen Andrangs hunderte Vorarlberger leer ausgehen werden.).
Auch die Meisten aus dem Rest von Österreich werden keine Förderung erhalten und somit keinen Stromspeicher anschaffen.

Herr Müller von Hansesun glaubt wohl allein mit diesem Problem dazustehen. Was sollen die vielen kleinen Solateure sagen deren Kunden SELBST die jeweiligen Anträge auf eine Förderung in das System der OeMAG eingemeldet haben. Durch die Ticketerstellun g von "studentischen Legebatterietip pern" bleiben die kleinen auf der Strecke. Fairer Wettbewerb sieht anders aus.

Meiner Meinung nach ist hier die OeMAG am Zug und sollte das Budget auf die Bundesländer aufteilen. So würde es wesentlich gerechter zugehen.
#2 Xandl 2018-03-16 13:23
Wenn alle Firmen so viele Leute für die Dateneingabe beschäftigen, haben Einzelpersonen keine Chance mehr! Von Chancengleichhe it kann hier nicht mehr die Rede sein. Also nicht jammern sondern das nehmen was man bekommt.

Stormify, ebenfalls aus Vorarlberg, hat anscheinend auch zig Leute für die Eingabe angeheuert.

Ich habe bei der Beantragung mein Bestes gegeben (deutlich unter 2 Minuten) und ebenfalls viel Zeit und Energie in die Planung mit meinem Monteur aufgewendet. Aber aufgrund solcher Masseneinmeldun gen werde ich wahrscheinlich keinen Investitionszus chuss bekommen. Hauptsache der Firmenumsatz steigt....
#1 Sonnenstrom 2018-03-15 12:20
Für 9.000 Anträge müssen nun im Schritt 2 die restlichen Daten und Planungsunterla gen nachgereicht werden. Pro Anlage beträt der Aufwand für Vorbereitung, Anbotslegung, Fördereinreichu ng und Abwicklung rund 1,5 bis 2 Stunden. Geht man davon aus, dass auch Großspeicher bei den Anträgen sind (auf eine Limitierung der Speichergröße wurde leider verzichtet), so könnte die Zahl der Zusagen bei wenigen 100 liegen. Damit werden rund 12.000 Arbeitsstunden, in erster Linie von Elektrounterneh men und Anlagenplanern, wertlos. Der Schaden beläuft sich damit auf rund 1 Mio. Euro, der durch ein völlig unüberlegtes und praxisfernes Fördersystem ausgelöst wurde. Die Verantwortliche n im Nachhaltigkeits ministerium sollten vielleicht mal überlegen, was Sie da angerichtet haben...

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