Windkraft - 03.01.2018
Im zweiten Jahr in Folge sinken die Ökostromkosten auf 90€ pro Haushalt im Jahr 2018. Ein wesentlicher Grund sind die aus der Ökostromförderung ausscheidenden Altanlagen.
180 sind Windräder fertig genehmigt und liegen in der Warteschlange bei der Förderstelle. Sie könnten jederzeit gebaut werden, warten aber auf Förderzusagen. Bildquelle: starmuehler.at

Pro Haushalt waren im Jahr 2016 noch 120€ Ökostromkosten angefallen. Somit sanken die Kosten innerhalb der letzten zwei Jahre um 25%. Die Kosten sanken im Folgejahr 2017 auf 100€ und sinken im Jahr 2018 weiter auf 90€. Was vordergründig erfreulich ist, ist im Hintergrund jedoch nicht ganz so erfreulich: die Kostensenkung wird durch das Ausscheiden von Ökostromanlagen aus der Förderung verursacht. Gleichzeitig werden weniger Anlagen neu errichtet. „In den letzten Jahren haben leider viel mehr Ökostromanlagen ihre Förderlaufzeit beendet als neue Anlagen dazu gekommen sind“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „PV-Anlagen, Wasserkraftwerke und Windräder der starken Ausbaujahre 2003 bis 2006 beenden ihre Förderlaufzeit und weil weniger neue Ökostromanlagen hinzukommen sinken die Kosten.“

Schwacher Windkraftausbau
Mittlerweile haben bereits 430 Windräder mit einer Leistung von mehr als 600 MW ihre Förderlaufzeit beendet, erzeugen aber weiterhin sauberen Strom. „Ein Drittel der gesamten österreichischen Windkraftleistung bekommt mittlerweile keine Förderung mehr“, bemerkt Moidl. Wurden 2015 noch 988 Windräder gefördert, werden es 2019 nur mehr 799 sein. Die Ökostromnovelle wird diese Entwicklung laut Moidl zwar ein wenig bremsen, in Summe zeigt sie aber noch immer in die selbe Richtung und die geht nach unten.

„Um bis 2030, wie im Regierungsprogramm formuliert, 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen erreichen zu können, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien rasch wieder angekurbelt werden“, weiß Stefan Moidl.

www.igwindkraft.at

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