Eine neue Studie der TU Wien in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich zeigt positive Auswirkungen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Umwelt. 
Die Bedeutung der Investitionen in Erneuerbare Energien für den Wirtschaftsstandort Österreich zeigt die Studie auf. Foto: IG Windkraft/© Markus Axnix

Auslöser dieser Effekte sind nicht nur die Investitionen in Strom-, Wärme und Treibstoffproduktion auf Basis erneuerbarer Energien und die Installation von Raumwärme-Heiztechnologien, sondern auch positive Leistungsbilanzeffekte durch die Reduktion von (fossilen) Energieimporten. Die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen werden noch verstärkt durch eine Erhöhung der allgemeinen Investitionstätigkeiten und der Lohnsumme.
 
Neben einer Erhöhung des Brutto-Inlandproduktes um 1,6 Mrd. Euro oder 0,5% im Jahr 2011, zeigt die Studie, dass die Forcierung erneuerbarer Energien durchschnittlich 3.300 Arbeitsplätze schafft. Studienautor Raphael Bointner von der Energy Economics Group der TU Wien: „Der Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich seit dem Jahr 2000 hat signifikant positive Auswirkungen auf die Wirtschaft, und ist unter anderem mitverantwortlich dafür, dass Österreich nicht in eine Rezession geschlittert ist.“
 
Die ökonomischen Effekte werden begleitet durch eine gleichzeitige Reduktion der Treibhausgasemissionen: Seit dem Jahr 2000 wurden diese um insgesamt 49 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent verringert. Zu den positiven volkswirtschaftlichen Effekten trägt auch österreichisches Know-How im Bereich erneuerbare Energie bei: die Patentanmeldungen haben sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als versechsfacht. „Die Energiewende ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte, die sich nicht nur für die Umwelt sondern auch für die Wirtschaft auszahlt“, so Josef Plank, Präsident des Dachverbands Erneuerbare Energie. 
 
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Studie kritisiert Plank die Ankündigung von Wirtschaftsminister Mitterlehner, das Ökostrom-Fördersystem umkrempeln zu wollen, da der Ökostromausbau Verursacher von Wettbewerbsverzerrungen am Strommarkt sei. „Nicht die Förderungen für erneuerbare Energien sondern die direkte und indirekte Unterstützung für Energie aus Atom- und Kohlekraft, und die Überkapazität aus Kohlekraftwerken verzerren den Markt“, kritisiert Plank. Europaweit werde immer noch mehr Geld in die Unterstützung von Atom- und Kohlekraft als in erneuerbare Energien investiert. 
 
 
 

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