Im Forschungsprojekt „Lade-PV“ entwickelte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit Partnern ein Hochvolt-Photovoltaik-System, das in das Dach eines E-LKW integriert wurde.

Die in den Kofferaufbau integrierten Solarmodule nutzen das gesamte Dach des LKWs aus, auch die Leistungselektronik wurde an die Anforderungen des Nutzfahrzeugs angepasst. Foto: © Fraunhofer ISE

Das Nutzfahrzeug mit integriertem Hochvolt-Photovoltaik-System und Einspeisung in die 800 Volt Traktionsbatterie ist vom deutschen TÜV und DEKRA für den Straßenverkehr zugelassen. Nach 12 Monaten im Einsatz für ein Logistikunternehmen zeigt sich nun: Der 18-Tonnen-LKW und seine 3,2 Kilowatt Peak Photovoltaikanlage bestehen den Praxistest, so das Fraunhofer ISE in einer Aussendung.

Berechnungen gingen davon aus, dass der am Fahrzeug produzierte Solarstrom bis zu 25 Prozent an Sommertagen und im Jahresdurchschnitt bis zu 13 Prozent des LKW-Energiebedarfs decken würden. Dies konnte durch eine Referenzmessung am E-LKW nachgewiesen werden, wenn das Ladeverhalten entsprechend optimiert war. Um das Maximum herauszuholen, sei es wichtig, die Batterie an der E-Ladestelle erst gegen Abend anzuschließen - während das Fahrzeug mittags zuerst einmal „Sonne“ tanken durfte, heißt es. Der Photovoltaikstrom vom Dach wird direkt in das Bordnetz des E-LKWs eingespeist. (cst)

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE 

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