Der Klima- und Energiefonds fördert erstmals die klimafreundliche Energiegewinnung aus dem öffentlichen Kanalnetz.

Rote Lippen mit Wasserstrahl
Wie kalt – oder warm – fließt das Wasser ab? Wärmetauscher nutzen die Restwärme. Foto: sentiero-starmühler

Ob beim Duschen, beim Waschen von Wäsche oder beim Geschirrspülen – die Wärmeenergie aus der Warmwasserproduktion fließt in Österreich größtenteils ungenutzt in den Kanal. Das soll sich nun ändern: Mit dem Programm „Energie aus Abwasser“ fördert der Klima- und Energiefonds erstmals in Österreich die Gewinnung von thermischer Energie aus Abwasser. Dafür steht ein Budget von einer Million Euro, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK), zur Verfügung.

Wärmetauscher nutzen das Abwasser
Was in der Schweiz etwa bereits etabliert ist, soll nun auch in Österreich den Klimaschutz vorantreiben: Mittels Wärmetauscher wird dem Abwasser Wärmeenergie entzogen und mit Wärmepumpen auf das benötigte Temperaturniveau gebracht. Damit können etwa umliegende Abnehmer direkt mit Wärme versorgt oder die Wärmeenergie in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Programm „Energie aus Abwasser“
Ziel des Förderprogramms ist es einerseits, Machbarkeitsstudien für konkrete Projekte (mit max. 10.000 Euro) und Potentialstudien für ganze Kanalnetze (mit max. 5.000 Euro) zu beauftragen. Andererseits werden Investitionsprojekte zur Gewinnung von thermischer Energie aus dem Abwasser zur Eigenversorgung und die Einbindung der rückgewonnenen Energie in Nah- und Fernwärmenetze, mit einer Leistungskapazität bis zu einem Megawatt, gefördert. Es steht ein Gesamtbudget von 1 Mio. Euro zur Verfügung.

Ausschreibung bis 28.2.2022
Die Ausschreibung ist von 22.06.2021 bis 28.02.2022 um 12:00 Uhr mit zwei Auswahlrunden geöffnet, die erste Runde läuft bis 01.09.2021, 12:00 Uhr. Die Einreichung erfolgt online über www.umweltfoerderung.at.

Link zur Ausschreibung: https://www.klimafonds.gv.at/call/energie-aus-abwasser/

 

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