Der Sanierungsscheck der Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Baumaßnahmen mit einem Volumen von 650 Mio. Euro angestoßen. Damit wurden nicht nur Energie und Geld gespart, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen.


Die rund 100 Millionen Euro, die die Bundesregierung 2009 über den Sanierungsscheck in die thermische Sanierung von Wohnungen und Häusern investiert hat, haben sich auf vielfältige Weise ausgezahlt. Über Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Mehrwertsteuer konnte der Staat ein Vielfaches des Förderbetrages lukrieren.  

Mit der Förderaktion „Sanierungsscheck“ wurden seit April 2009 Maßnahmen an rund 14.000 Gebäuden unterstützt, die der Baubranche insgesamt Aufträge in der Höhe von 485 Mio. Euro brachten. Diese Bauinvestitionen hatten durch die fast ausschließlich inländische Wertschöpfung einen großen Effekt auf die Beschäftigungszahlen: So bringen laut Statistiken der WKO je 100 Mio. Euro an Investitionen der Baubranche 620 direkte Beschäftigungsverhältnisse.

Dies schaffe eine Wertschöpfung von 110 Mio. Euro. Die durchgeführten Sanierungen 2009 sind aber nur die Spitze des Eisbergs: Rund 1,5 Mio. Wohneinheiten, die zwischen 1945 und 1980 in Österreich errichtet wurden, sind dringend sanierungsbedürftig. Bei diesen Gebäuden bewirkt eine Sanierung eine Ersparnis beim Energieverbrauch von rund 80 Prozent.

Besonders freut der Erfolg des Konzepts die Vertreter der Bau- und Baustoffindustrie. Der Sanierungscheck habe sich im Vorjahr ganz eindeutig als Job- und Konjunkturmotor erwiesen, so Mag. Georg Bursik, Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie GmbH.

"Jeder Quadratmeter Fassade, der mit einem innovativen Wärmedämmverbundsystem (WDVS) saniert wird, benötigt bei der Verarbeitung rund eine Arbeitsstunde. Abgesehen vom Beschäftigungseffekt für das Baunebengewerbe werden durch diese Dämmmaßnahme pro Jahr umgerechnet 10 Liter Heizöl pro Quadratmeter eingespart und zudem der CO2-Ausstoß reduziert", erläutert Bursik die Vorteile, „In Summe fließen pro Quadratmeter WDVS 20 Euro in die Staatskassen. Und der Finanzminister kommt rascher zu seinen Steuereinnahmen, als er die Förderungsgelder auszahlen muss.“

Mehr Information: www.medianet.at

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