Biologisch - 08.05.2018
Auf den ehemaligen Brauereigründen in Schwechat werden in den nächsten Jahren 900 Wohneinheiten errichtet, die mit Gärwärme, die im Brauprozess entsteht, beheizt werden sollen.
Bei der Gärung der Bierwürze entsteht Abwärme, die normalerweise ungenutzt bleibt. Foto: pixabay.com

„Ökologische Naturwärme aus der unmittelbaren Umgebung“ ist die Grundidee hinter dem Projekt der Brau Union Österreich und der EVN. Abwärme aus der nahe gelegenen Brauerei, die sonst ungenutzt verloren ginge, wird mit einer Wärmepumpe für Heizzwecke und Warmwasser in der entstehenden Wohnanlage nutzbar gemacht. Die Abwärme enstammt dabei keinem industriellen Prozess, sondern ist das Produkt eines biologischen Vorgangs.

Zusätzlich werde im Rahmen des Projektes ein Kabelplus-Stützpunkt errichtet, der einen Teil der Region Schwechat mit TV-Angebot und Breitband-Internet versorgen soll. Die Abwärme der dafür notwendigen Serverräume werden ebenfalls im Projekt genutzt.

Schwechat ist nach dem „Brauquartier Puntigam“ in Graz bereits das zweite Projekt, bei dem Wärme aus Bier erzeugt wird: Zwei Wärmepumpen der Kelag wandeln schon seit Februar diesen Jahres Abwärme aus dem Gärprozess der Brauerei Puntigam in Heizwärme und Warmwasser um. Zwei Drittel des neuen „Brauquartiers“ sind aktuell fertiggestellt, 2021 werden die rund 800 Wohnungen und 17.000 m² Gewerbe- und Büroflächen vollendet sein. Im Endausbau sollen etwa 3,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr an Wärme geliefert werden. (cst)

Brau Union Österreich

Webseite EVN

Kelag: Brauquartier Puntigam

Kommentare  

#2 Stefan 2018-05-10 19:55
Ja sehe ich genauso - tolles Projekt
Ich trink noch eins :)
#1 Günther Hraby 2018-05-10 15:27
Das ist ja eine gute Idee; vor allem, wenn die Brauwärme zuvor ungenutzt entwich.
Allerdings muss uns klar sein, dass dies die CO2-Belastung nur insoferne verringert, dass keine neue Heizwärme erzeugt werden muss. Es ergibt sich nur eine Verschiebung des CO2-Belastung durch das Bier in Richtung Heizung. Da für Bier aber noch kein Öko-Footprint erstellt wird, ist jedem die CO2-Belastung durch das Bier egal und die Heizung ist CO2-frei. Na dann Prost und trinkt mehr!

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