Intelligente Planung und hydraulischer Abgleich würden Abhilfe schaffen, ergab eine limaaktiv-Schulung.
Der Thermostat allein kann nicht alles regeln - besser sind gute Planung und regelmäßige Wartung der Anlage.
35 Profis aus dem Haustechnikbereich besuchten am 3. Juli die klimaaktiv Schulungsveranstaltung für Bauträger, InstallateurInnen  und EnergieberaterInnen  zum Heizungs-Check auf der Donau-Universität Krems. Überrascht waren alle von dem großen Einsparpotenzial, das selbst in neu errichteten Heizungsanlagen stecken kann.
Die Überdimensionierung von Heizungsanlagen ist ein Hauptfehler. Häufig  passiert er, weil man glaubt sich eine Heizlastberechnung ersparen zukönnen und auch noch einen Sicherheitszuschlag zur zu hoch geschätzten Heizlast dazugibt. Die volle Heizleistung wird aber nur an wenigen Tagen im Jahr gebraucht. Zu große Heizkessel schalten sich häufig ein und aus, takten also permanent. Dadurch kommt es zu großen Auskühlverlusten und die Verbrennung ist nur suboptimal. In großvolumigen Gebäuden hat sich bewährt, dass man dieHeizlast auf 2 Kesseln aufteilt. Ein Kessel ist dann immer voll ausgelastet und läuft gleichmäßig und optimal, der andere schaltet sich bei Bedarf zu.

Hydraulische Fehler
Das „Wunder der Heizungstechnik“ oder die Gutmütigkeit alter Heizungsanlagen  ist eine weitere Ursache für Heizenergieverschwendung: Bei hohen Vorlauftemperaturen wirken sich hydraulische Fehler, also ungleich stark durchströmte Heizkörper, nicht so gravierend aus. Deshalb hat man früher auch kein besonderes Augenmerk auf einen hydraulischen Abgleich gelegt, der aber bei Gebäuden mit geringem Energiebedarf und einem Niedertemperatursystem äußerst wichtig ist. Eine intelligente Planung hilft Volumenströme und damit elektrische Pumpleistung zu reduzieren und eine effiziente Wärmespeicherung in Schichtspeichern aufrechtzuerhalten. Eine Abnahme der Heizanlage sollte nur mit einem hydraulischem Abgleich erfolgen, der gewährleistet, dass auch tatsächlichüberallhin genau die bedarfsgerechte Wärmemenge kommt. Auch ein spätererhydraulischer Abgleich ist empfehlenswert.
Zirkulationsleitungen für eine zentrale hygienische Warmwasserbereitstellung sind ebenfalls einegroße Verlustquelle. Über Zirkulationsleitungen geht häufig die selbe Menge Wärme verloren als für die Wärmebereitung erforderlich ist. Eine Lösung für dieses Problem sind dezentrale Wärmeübergabestationen kombiniert mit kleinen Warmwasserspeichern in den einzelnen Wohnungen. Die privaten Warmwasserspeicher brauchen nur mehr etwa zwei Mal pro Tag aufgeladen werden. Die restliche Zeit stehen die Zirkulationsleitungen still und verursachen keine Verluste.
 
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