Unter dem Gebiet des Artic National Wildlife Refuge in den Vereinigten Staaten werden mehrere Milliarden Fass Rohöl vermutet. Präsident Obama will das Naturschutzgebiet von knapp 50.000 qm nun auf Dauer von Bohrungen und Lastwagenverkehr bewahren und löst damit heftige Reaktionen aus.
Der Kongress entscheidet nun, ob das Naturschutzgebiet in Alaska ausgeweitet wird. (Foto: Starmühler)

Insgesamt umfasst das Gebiet 80.000 qm, wovon 32.000 qm bereits einen Schutzstatus haben. Dieser ähnelt jenem der europäischen Nationalparks. Brisant wird die geplante Ausdehnung des Schutzgebietes im Artic National Wildlife Refuge vor allem, wenn es um den Küstenstreifen zum Arktischen Ozean geht. Darunter werden viele Milliarden Fass Öl vermutet. Vorhergehende Präsidenten hatten bereits Probebohrungen zugelassen und dabei den Schutzstatus des Gebiets gelockert. Der Kongress entscheidet nun, ob Obamas Vorschläge umgesetzt werden. Alaskas Politiker laufen Sturm gegen die geplanten Entwicklungen. Es sei ein Eingriff in die regionale Souveränität. Vorsitzende des Energieausschusses Lisa Murkowski (Republikanerin) wird in der FAZ zitiert: "Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zurück schlagen." Sie verstehe vor allem nicht, warum die USA bereit ist mit dem Iran zu verhandeln, aber nicht mit Alaska.

Die Lage in Alaska ist generell empfindlich, wenn es um die globalen Ölmärkte geht. Knapp 90 Prozent des Bundesstaats-Haushalts wird über die Steuern der Energiekonzerne finanziert. Für den Haushalt 2015 waren 6 Milliarden eingeplant. Gerade sei laut Ökonomen die Hälfte davon weg gebrochen. Der neuen parteiunabhängigen Gouverneur Bill Walker kündigte bereits drastische Budgetkürzungen und Steuererhöhungen an. Der Vorteil Alaskas: Frühere Regierungen haben knapp 14 Milliarden Dollar zurück gelegt. Für magere Zeiten.

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