Erneuerbare statt klimaschädliches Gas - der bayrische Umweltminister verbietet auch Probebohrungen zur Schiefergas-Gewinnung. Das Trinkwasser sei zu sehr gefährdet. Das Umweltbundesamt sieht das ebenso kritisch.
Die deutsche Bundesregierung wird Fracking nicht verbieten, aber wahrscheinlich so hohe Auflagen für Probebohrungen vorschreiben, dass es einem "Nein" gleichkommt (Foto: Jakob Huber)

Es sind über 600 Seiten, auf denen es Kritikpunkte gleich im Dutzend hagelt: Das Deutsche Umweltbundesamt hat in einer aufwendigen Studie dem Fracking eine Abfuhr erteilt. Viele Unklarheiten, viele Risiken, viele legistische Schwachpunkte - defacto ist Fracking mit den duetschen Gesetzen kaum vereinbar.

Die deutsche Bundesregierung wird das Aufbrechen des tiefen Schiefergesteins zwar nicht vollends verbieten, aber wahrscheinlich so hohe Auflagen für Probebohrungen vorschreiben, dass es einem "Njet" gleichkommt. Das Argument Schiefer- statt Putin-Gas war zu schwach, die Ablehnung von Wissenschaftern und Bürgern zu groß.
Nägel mit Köpfen machte nun Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CDU). Er kündigte an, auch Probebohrungen in Bayern im Zuge der wasserrechtlichen Bewilligung zu vereiteln. Huber: "Wir wollen bei uns kein Fracking, das Risiko der Trinkwasser-Verunreinigung ist zu groß.

In Österreich wurden die Probebohrungen der OMV im Weinviertel zwar nach heftigen Bürgerprotesten abgebrochen, eine definitive Absage seitens der Bundesregierung  wie von zahlreichen Bürgerinitiativen gefordert - steht aber noch aus.

Interview mit Marcel Huber

Studie des Umweltbundesamts

Spiegel-Onlein zur UBA-Studie

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