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Vorstoß - 19.03.2018
Eine vom Netzwerk Energypeace ausgearbeitete Klima- und Energiestrategie will mithilfe von heimischen, erneuerbaren Energiequellen den Weg zu einem nachhaltigen Energiesystem aufzeigen.

Im Idealfall sollen bis 2030 in allen Bereichen importierte, fossile Energien durch heimische, erneuerbare Energien ersetzt werden. Foto: pixabay.com

Da seit der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wertvolle Zeit ungenutzt verstrichen sei, in der die Emissionen weiter anstiegen, habe man sich zur Ausarbeitung entschlossen, heißt es in einer Aussendung. Strategiekonzepte aus der Wirtschaft mit klaren Zielen, Umsetzungsplänen und Verantwortlichkeiten hätten dabei als Vorbild gedient.

Mit der Klima- und Energiestrategie für Österreich, die von Energypeace in Kooperation mit Experten entworfen wurde, sollen jährlich die CO2-Emissionen um 3 Mio t gesenkt werden. Dazu seien zwei Leitmaßnahmen notwendig: Einerseits ein Steuerumbau mit deutlicher Entlastung für Haushalte und Wirtschaft und zur Finanzierung eine höhere Belastung fossiler Emissionen. Anderserseits „ein rascher Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik (PV), Wind, Wasserkraft und Bioenergie/Biogas, um binnen zehn Jahren zusätzlich 33 Milliarden kWh aus diesen erneuerbaren heimischen Energien zu gewinnen.“

Für die entscheidenden Sektoren wie Verkehr, Stromerzeugung, Raumwärme, Industrie und Landwirtschaft seien Sachprogramme ausgearbeitet worden, mit deren Hilfe die notwendige CO2-Reduktion in diesen Bereichen sichergestellt werden könne, heißt es weiter. Subziele der außerdem definierten 12 Aktionsfelder mit Verantwortlichkeiten seien etwa ein stetes Wachstum der E-Mobilität um 40 % pro Jahr auf 800 000 E-Autos bis 2030, der jährlichen Rückbau von über 100.000 Öl- und Gasheizungen zu Heizsystemen mit erneuerbaren Brennstoffen, klare Zielvorgaben für die Beschleunigung der Wärmedämmung, eine Effizienzinitiative oder die Einführung von E10 als Treibstoff für Benzinautos.

Essenziell für den Erfolg der Maßnahmen sei allerdings die Koordination und das Monitoring durch das Bundeskanzleramt. „Es geht darum, in allen Bereichen importierte fossile Energien zu ersetzen – durch bessere Effizienz, durch Sparen, durch heimische erneuerbare Energien und auf diese Weise den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle bis 2030 zu halbieren.“

Dabei sollen durch einen Investitionsboom in einem nachhaltigen Energiesystem neue Arbeitsplätze entstehen und Milliarden Euro, die bisher ins Ausland für Energieimporte fließen, im Inland bleiben und dem Ankauf heimischer Energien dienen. „Die Sicherheit der Energieversorgung muss verbessert und der Klimawandel gebremst werden.“

Energypeace

Klima- und Energiestrategie von Energypeace

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