Erneuerbare Energien sind zu einem wichtigen Anliegen geworden: Die österreichische Bevölkerung ist bereit für den Umstieg, belegt eine aktuelle Studie.
6.000 Personen haben sich bislang an den 24 Bürgerkraftwerken im Großraum Wien beteiligt. Foto: Wien Energie
Mehr als 1.000 Österreicher und Österericherinnen wurden für die Studie „Erneuerbare Energien in Österreich 2015“, durchgeführt von der Wirtschaftsuniversität Wien, Deloitte und Wien Energie, zu ihren Einstellungen, Assoziationen und Investitionsintentionen befragt. Demnach stehen viele österreichische Haushalte erneuerbaren Energietechnologien sehr positiv gegenüber.

Energie muss vor allem preiswert, zuverlässig und klimafreundlich sein. „Die Österreicherinnen und Österreicher vertrauen erneuerbaren Energien in hohem Maße und schreiben ihnen sogar wesentliches Potenzial für ein zukünftiges CO2-neutrales Wirtschaftswachstum zu“, sagt Studienautorin Nina Hampl vom WU-Institut für Strategisches Management.

Assoziiert wird mit dem Begriff Erneuerbare Energien vor allem Solarenergie. Zwei Drittel der HauseigentümerInnen in Österreich wären bereit, ihre Dachfläche entgeltlich für die Installation einer Photovoltaikanlage zur Verfügung zu stellen. Ein Viertel derjenigen, die bereits eine PV-Anlage besitzen, haben vor, einen Stromspeicher zu installieren. Rund die Hälfte der Befragten kann sich außerdem vorstellen, in ein BürgerInnenbeteiligungsprojekt zu investieren, etwa 46 Prozent würden sich bis zu einer Investitionssumme von 1.000 Euro an einem derartigen Projekt beteiligen.

Auch der Elektromobilität steht die österreichische Bevölkerung sehr positiv gegenüber: Ein Drittel der Befragten hat bereits über den Kauf eines Elektroautos nachgedacht. Ein Ausbau der Elektromobilität bedinge allerdings eine stärkere Vernetzung der wesentlichen Akteure im privaten und öffentlichen Sektor, um die nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und die hohen Anschaffungskosten senken zu können, kommentiert Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

„Um das Ziel einer preiswerten, zuverlässigen und klimafreundlichen Energieversorgung zu erreichen, müssen allerdings alle wesentlichen Akteure wie Haushalte, private Unternehmen und öffentliche Institutionen gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Gerhard Marterbauer. „Nur so können die Klimaziele von Paris erreicht werden und gleichzeitig der Wirtschaftsstandort Österreich auf nachhaltige Weise wettbewerbsfähig bleiben.“

Studie „Erneuerbare Energien in Österreich 2015“ als PDF

Deloitte

Wien Energie

WU Wien

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