Unternehmensmeldung

Unter dem Titel „Energie4Mölltal eGen“ etabliert sich gerade im Kärntner Mölltal eine Erneuerbare Energie Gemeinschaft (EEG). Bis zu 1.000 Teilnehmer werden erwartet.

Die EEG Mölltal hat Großes vor. Foto: Folder Mölltag-EEG

Hier die Intention und die Vorstellung zur Umsetzung der EEG:

Vision
Durch die im EAG geschaffene Möglichkeit der erneuerbaren Energiegemeinschaft hat der Endverbraucher, der bisher eine passive Rolle am Energiemarkt eingenommen hatte eine neue, starke Position sowohl als Konsument als auch als Produzent erhalten. Strom aus Erneuerbaren Energieträgern ist längst keine Seltenheit mehr, durch den Handel mit den Zertifikaten dessen Herkunft jedoch immer noch ungewiss. Als ländlich geprägte Region haben regional erzeugte Produkte einen hohen Stellenwert in unserem Alltag und was könnte Nachhaltiger sein als auch für deren Erzeugung regional erzeugte erneuerbare Energie zu nutzen? Zusammenhalt war und ist ein hohes Gut, weswegen wir im Zuge der Genossenschaft von Beginn an die Gemeinden, regionale Gewerbetriebe und Landwirte sowie alle Haushalte, egal ob Erzeuger und Verbraucher mit einbeziehen werden. 

Motive 
In unserer Region gibt es abgesehen von den Photovoltaikanlagen der beteiligten 5 Gemeinden sowie zahlreicher Haushalte und Landwirtschaften auch mehrere Kleinwasserkraftwerke, welche die Eigendeckung durch die EEG auf > 60% erhöhen sollen. Dieser spezielle Energiemix und den hohen Grad der Verbrauchsabdeckung durch die EEG können wir Nachhaltig agieren und unseren Kindern eine saubere Umwelt hinterlassen und gleichzeitig die Wertschöpfung der lokalen Erzeuger stärken. Diese konnten bisher die von ihnen erzeugte Energie ausschließlich an Großkonzerne liefern deren Vergütung zum teil weit unter Wert stattgefunden hat. Genau davon möchten wir uns mit der EEG lösen und streben einen hohen Grad der Unabhängigkeit an, wobei das freie Wahlrecht des Energielieferanten oder Abnehmers selbstverständlich unangetastet bleibt. Wir haben aufgrund unserer regionalen Lage das große Glück sauberes Trinkwasser ökologisch Nachhaltig mit Kleinwasserkraftwerken zu nutzen. Ein Schluck Energie in jeder Hinsicht.

Umsetzung
Aufgrund der aktuellen Einschränkung der Marktprozesse werden wir, unabhängig von einer Förderung bis Anfang 2022 eine EEG mit einem Kleinwasserkraftwerk als Erzeugungsform umsetzen. Die Entscheidung der Förderung ist allerdings abhängig von der gewählten Rechtsform, ggf. würden wir in dieser ersten Umsetzungsphase aus Kostengründen auch mit einem Verein starten den wir zu einem späteren Zeitpunkt durch die Änderung des Vereinsgesetzes in eine Genossenschaft überführen würden. In dieser ersten Umsetzungsphase werden mindestens 100 Teilnehmer bis spätestens 31.1.2022 Teil der EEG sein.

Startschuss für das Projekt ist Anfang November 2021, wobei die beteiligten Gemeinden mit Berichten auf deren Homepages und in den Gemeindezeitungen die Bevölkerung über das Projekt und den Fortschritt informieren. Unser Ansatz ist, eine EEG zum Anfassen, weswegen wir auch das regionale Raiffeisen Lagerhaus, das zu einem späteren Zeitpunkt (nicht Teil des Projekts in Phase 1 und 2) neue Photovoltaikanlagen errichten wird ebenfalls von Beginn an mit einbeziehen. Bürger*innen die selbst eine Photovoltaikanlage errichten möchten sollen dadurch den Vorteil bekommen, auch über die Möglichkeiten einer EEG informiert zu werden.

In der Phase 2 des Projekts werden dann, sobald die technische Umsetzung der Prozesse mehrere Einlieferungsanlagen zulassen, weitere Kleinwasserkraftwerke als auch zahlreiche Photovoltaikanlagen zur EEG hinzukommen und die Mitgliederanzahl wird mit Ende 2022 > 1000 Teilnehmer ausmachen. Der Energieverbrauch aller Teilnehmer als auch die zur Verfügung stehenden Mengen werden dabei von Beginn an Überwacht und laufende Verbesserungen und Anpassungen werden in jeder Projektphase erfolgen. Mit Wegfall der technischen Einschränkungen der Marktprozesse werden wir auch eine visuelle Information über die EEG für alle Teilnehmer zur Verfügung stellen, in welcher die innerhalb der EEG erzeugten Mengen und die jeweiligen Verbräuche der Teilnehmer dargestellt sind.

Bis zum Ende der Phase 2 wissen wir dann auch ob die Errichtung von Photovoltaikanlagen ggf. im Eigentum der EEG durch Crowdfunding, Bürgerbeteiligung o.ä. aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist oder nicht.

Mehr Infos zu Energiegemeinschaften gibt es hier.

(hst)

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das energie:bau Magazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.

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