Schweizer Forschende haben untersucht, wann sich der Einsatz von teuren Hochleistungsdämmstoffen wie Aerogelen rentiert.

Eine Fassade mit konventionellem Dämmmaterial wäre bei dem mit Aerogel gedämmten Gebäude in Zürich rund 20 Zentimeter dick gewesen. Foto: Empa

Hochleistungsdämmstoffe kommen mit viel weniger Material als herkömmliche Dämmmaterialien aus, sind dafür aber auch wesentlich teurer. Um Planer:innen die Entscheidung für das geeignete Dämmmaterial künftig zu erleichtern, haben Wissenschaflter:innen der Schweizerischen Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa eine Gleichung zur Bewertung hergeleitet. Denn: je dünner die Dämmung eines Gebäudes, desto größer dessen Nutzfläche.

Dafür haben die Forschenden die 25 teuersten Städte in Europa, in Nordamerika und in Asien analysiert. In allen drei Regionen identifizierten sie großes Potenzial: Das Bauen mit Aerogel anstelle von Mineralwolle lohne sich in einer ersten Betrachtung überall dort, wo der Quadratmeterpreis über 8.000 Franken, also rund 7.600 Euro, liege. In Zürich wurde bereits ein Gebäude praktisch ausschließlich mit einer nur 14 Zentimeter dicken Holz-Aerogel-Fassade gedämmt, wodurch 30 m² innere Nutzfläche entstanden – in dicht bebauten Gebieten wertvoller zusätzlicher Raum. (cst)

Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa 

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