Technik - 06.03.2018
Der Grosspeter Tower in Basel in der Schweiz dient gleich drei Zwecken auf einmal: Er ist Hotel, Bürogebäude und Solarkraftwerk.
Die erzeugte Solarenergie deckt 28 Prozent des Tower-Energiebedarfs. Foto: world-architects.com / © Adriano Biondo

Insgesamt 22 Geschosse umfasst der 78 Meter hohe Turm: Die unteren fünf Etagen bilden den Sockel und werden als Hotel genutzt, darüber steht ein siebzehnstöckiger Büroturm. Die Fassade des Hochhauses besteht dabei aus einem Raster großflächiger Fenster und aus Solarmodulen mit 440 Kilowatt Leistung, die die Kraft der Sonne für die Energieversorgung des Gebäudes einfangen. Weitere 100 Kilowatt tragen die Solarstromanlagen auf den Flachdächern des Sockels und des Turms bei: 28 Prozent des Energiebedarfs des Hochhauses lassen sich auf diese Weise aus Solarenergie decken.

Rund 450 unterschiedlich große Dünnschichtmodule wurden auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern umlaufend vom Boden bis zur Spitze des Grosspeter Towers verbaut, um die solare Nutzung der Fassade zu ermöglichen. Von vornherein waren unterschiedliche Spannungen der Module zu berücksichtigen, ein Umstand, der durch die jederzeit unterschiedliche Sonneneinstrahlung auf die vier Fassadenseitennoch verstärkt wurde, informiert die KACO new energy, die die solare Energiesystemtechnik des Grosspeter Towers ausgearbeitet hat.

„Den unterschiedlichen Modulspannungen begegnen wir mit DC-Optimierern. Diese sind etagenweise auf zahlreiche DC-Schränke mit ferngesteuerten DC-Schaltern verteilt und jeweils an mehrere Modulstränge angeschlossen. So entsteht ein harmonisiertes Spannungsniveau. Aus Sicherheitsgründen setzen wir dann insgesamt fünf DC-Busse ein für den Transport des Solarstroms in den Technikraum im Keller. Zum Einsatz kommt auch ein Steuersystem, um einzelne Etagen oder die gesamte Anlage spannungsfrei zu schalten“, sagt Georg Kress, Projektleiter seitens KACO new energy.

Ein Zentralwechselrichter speist den Solarstrom in das Versorgungsnetz für Hotel und Büros des Towers. Auch die notwendige Erdung der Dünnschichtmodule übernimmt der Wechselrichter. Datenlogger informieren die Haustechnik über den Status der solaren Energieversorgung und lassen eine Fernüberwachung zu. Ein Konzept, das funktioniert: Der Basler Grosspeter Tower mit Solarfassade und Solardach wurde im vergangenen Oktober sowohl mit dem „Schweizer Solarpreis“ und einer Anerkennung beim „Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik 2017“ ausgezeichnet.

Webseite Grosspeter Tower

KACO new energy

Schweizer Solarpreis 2017

Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik

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