Man gehe davon aus, dass künftig sehr große Mengen an Ressourcen wie Aluminium, Kupfer und Stahl für den Ausbau im Rahmen der Energiewende benötigt werden, informiert das Fraunhofer ISE. Die daraus folgende Nachfrage werde zu einer Verknappung und Kostensteigerung führen, so dass sich der relative Kostenanteil der materialintensiven Komponenten erheblich erhöhe.
Um in PV-Kraftwerken Kostensenkungen und Ressourceneinsparungen zu erreichen, müssen die Balance of System-Komponenten in den Fokus genommen werden - im Projekt „SeVen“ wird daher ein ganzheitliches Konzept für PV-Kraftwerke größer als fünf Megawatt mit aktiven Strangsammlern im Labormaßstab erprobt.
Aktuelle PV-Großkraftwerke nutzen AC-Systemspannungen zwischen 400 V und 880 V, durch eine Anhebung der Systemspannung in die Mittelspannung (> 1000 V) können die Ströme herabgesetzt werden. Das führt zu zwei positiven Effekten, heißt es: Einerseits können die Kabelquerschnitte stark reduziert werden, was Einsparungen bei Material und den Installationskosten für die Verkabelung bringt. Andererseits kann die Leistung der Subsysteme erhöht werden - bei gleicher Kraftwerksgröße resultiert daraus eine geringere Anzahl an Transformatoren und Schaltanlagen. Im Projekt werden verschiedene Systemtopologien und Spannungsebenen im Kraftwerk erarbeitet und miteinander verglichen. Die Forschenden entwickeln dann auf Basis des geeigneten Konzepts den Demonstrator eines Wechselrichters und eines aktiven Strangsammlers, der anschließend im Labor evaluiert wird.



