Allein in Deutschland kamen 2025 knapp 600.000 neue stationäre Batteriespeicher dazu.

Die Kapazität stationärer Stromspeicher hat sich in nur vier Jahren mehr als verfünffacht. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind inzwischen rund 2,4 Millionen Batteriespeicher in Deutschland in Betrieb.

In Summe beträgt die Gesamtspeicherkapazität in Deutschland damit bereits deutlich über 25 Gigawattstunden (GWh). Das reicht rechnerisch aus, um den durchschnittlichen privaten Tagesstromverbrauch von über drei Millionen modernen 2-Personen-Haushalten in Deutschland zu speichern.

Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) müsste der jährliche Ausbau von Batteriespeicherkapazitäten jedoch mehr als verdoppelt werden, um die Stromversorgung in den kommenden Jahren effizient und weitestgehend auf Erneuerbare Energien umzustellen.

Hunderttausende neue Speicher

Nach einer vorläufigen Bilanz des BSW-Solar wurden 2025 knapp 600.000 neue stationäre Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt rund 6,5 GWh neu in Betrieb genommen. Dies entspricht einem leichten Kapazitätsplus gegenüber dem Vorjahr 2024 in Höhe von rund fünf Prozent.

Gewerbespeicher boomen: 30 % Kapazitätsplus

Während die Nachfrage nach Heimspeichern gegenüber 2024 um rund acht Prozent zurückging, boomte der Markt für neu installierte Groß-Batteriespeicher der Megawattklasse. Er konnte sich nach Verbandsangaben mehr als verdoppeln. Ein Kapazitätsplus in Höhe von immerhin rund 30 Prozent verzeichneten 2025 neu installierte Gewerbespeicher.

Auch für das Jahr 2026 erwartet der BSW-Solar ein weiteres Marktwachstum bei Großspeichern. Im Heimsegment werde die weitere Investitionsbereitschaft stark von der Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens für die Photovoltaik und für Wärmepumpen abhängen. Für ihre Nutzer ist die Kombination aller drei Energiewende-Technologien von besonderem Vorteil.

„Netzanschlüsse schneller bewilligen!“

„Damit Speicher ihr volles Potenzial entfalten können, sollten Netzanschlussverfahren beschleunigt werden und Netzentgeltregeln künftig Anreize zur Systemdienlichkeit enthalten. Zudem müssen schnell massengeschäftstaugliche Prozesse geschaffen werden, unter anderem durch Digitalisierung bei den Netzbetreibern, und Speicher lösungsorientiert in den Redispatch integriert werden“, erklärt der Hauptgeschäfteführer des BSW-Solar, Carsten Körnig.

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