Konzentration auf Kernbereiche, das Wasserstoff-Kompetenzzentrum wird nach nur einem Jahr wieder aufgelassen.

Der Solhub wird in Zukunft nicht mehr von Fronius weiterentwickelt. Foto: Fronius

Fronius ist einer der erfolgreichsten Wechselrichterproduzenten Europas. Die Geräte machen aus dem Gleichstrom, der von Photovoltaik-Modulen geliefert wird, den nötigen Wechselstrom. Doch 2022 waren die Fronius-Wechselrichter kaum zu bekommen: ausverkauft!

Das soll anders werden: "Wir konzentrieren uns wieder verstärkt auf unser Kerngeschäft: die Fertigung von Wechselrichtern und anderen Lösungen im weiten Feld der Sonnenenergie", so Sprecher Daniel Lindinger in MeinBezirk.at.

Konzentration auf Kernbereiche

Das Unternehmen begründet mit dem "anhaltenden Photovoltaik-Boom" einen anderen Ausstieg: Das Kompetenzzentrum Wasserstoff wird geschlossen. Das Unternehmen in Wels hatte es erst vor einem Jahr gegründet.

Der „Solhub“ wurde entwickelt – ein lokales Komplettsystem zur Erzeugung, Speicherung, Verteilung sowie Rückverstromung von grünem Wasserstoff aus Sonnenenergie. Interessant für Firmen oder auch Gemeinden, um zum Beispiel den eigenen Fuhrpark autonom betreiben zu können, aber auch, um Wärme und Strom zu erzeugen.

Große Energieverluste im Brennstoff-Zellen-Betrieb

Doch der Wasserstoff-Speicherung und Rückverstromung stehen enorme Energieverluste entgegen: Man bracht sozusagen mindestens drei Mal so viele Windräder oder PV-Panele, um den gleichen Strom zu erzeugen wie auf direktem Weg (vom PV-Dach  in die Autobatterie z.B.).

Sparte soll verkauft werden

Nun soll diese Sparte bis Ende 2023 an einen Investor verkauft werden. „Im Gegensatz zur Serienfertigung der Wechselrichter ist die Planung und Umsetzung jedes Solhub individuell und erfordert daher spezielle Prozesse und Strukturen“, hieß es in einer Stellungnahme von Fronius. „Diese können wir in der Business Unit Solar Energy auf absehbare Zeit durch den notwendigen Fokus auf das Kerngeschäft nicht optimal gewährleisten.“

Laut den Berichten sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Wasserstoff-Bereich tätig sind, weiterhin bei Fronius bleiben können und in der Solar Energy eingesetzt werden. Der Standort in Steinhaus bleibe weiterhin im Unternehmensbesitz.

Bericht in MeinBezirk.at
Bericht im energynews-magazin

(hst)

 

 

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