Das rund einen Kilometer lange Testfeld auf der A6 zwischen Sulzbach-Rosenberg und Amberg-West dient dazu, Effizienz, Fertigungsprozesse und Energieübertragungsraten unter realen Bedingungen zu prüfen, so die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Straßenbelag eingelassene Spulen erzeugen ein Magnetfeld, sobald ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug über sie fährt. Eine Gegenspule im Fahrzeug nimmt die Energie auf und leitet sie direkt in die Batterie weiter. Das System kann in Pkw, Lkw und Busse integriert werden, über eine digitale Plattform wird der Energiefluss intelligent gesteuert.
Die Spulen sind nur für autorisierte Fahrzeuge aktiv, für alle anderen Verkehrsteilnehmenden bleibt die Straße passiv – ein normales Stück Autobahn. Langfristig soll die Technologie auf längere Autobahnabschnitte und urbane Räume ausgeweitet werden, heißt es. Sie habe das Potenzial, Reichweitenangst zu überwinden, gleichzeitig den Bedarf an Batterieimporten zu verringern und die regionale Wertschöpfung in der Elektromobilität zu stärken. (cst)



