Neue Forschungen ergeben, dass die Akkus für Elektro-Autos noch viel langlebiger werden können.

Tesla 3
Ein Flugzeug kann der Tesla 3 noch nicht ziehen – aber beim Batteriedesign tut sich einiges. Foto: sentiero - starmühler

In einem bemerkenswerten Artikel für den deutschen Tagesspiegel listet Maximilian Fichtner, stv. Direktor Helmholtz-Institut Ulm für elektrochemische Energiespeicherung, die Entwicklungen auf, dies sich bei Akkus für Elektrofahrzeuge aktuell ergeben.

„Fortschritte bei der Konstruktion der Batteriepacks und der verstärkte Einsatz von Eisenphosphat führen zu enormen Laufleistungen und niedrigeren Kosten von E-Autos“ heißt es da. Wenn sich die Entwicklung fortsetzt, würde – schon aus rein ökonomischen Gründen – ab 2025 nahezu ausschließlich Elektroautos verkauft werden.

Fichtner berichtet über eine ganze Reihe von Inventionen und Innovationen, die zum Teil erst in den vergangenen Monaten publik geworden sind. 

Neue Batteriedesigns – mehr Reichweite
Speicherzellen,  verbunden zu Modulen und zu Batteriepacks zusammengeschaltet werden nun zunehmend platzsparender verpackt – was eine bessere Ausnutzung des Auto-innenraumes ermöglicht (und mehr Reichweite auf gleichem Raum). Fichtner: „Lässt man die Batteriechemie einfach wie sie ist und verwendet das neue Design, gewinnt man ohne Weiteres 100 km Reichweite hinzu, und man kann überdies auch mehr Strom pro Zeit aufnehmen, also schneller Reichweite laden. “

Eisenphosphat statt giftiger Schwermetalle
Schon jetzt ersetzt Eisenphosphat kommerziell genutzt manchmal Kobalt oder Nickel. Insbesondere in stationären Hausspeichern – aber auch in der Formel 1 in den sogenannten KERS-Systemen. Es sei kostengünstig, kann sogar bergmännisch abgebaut werden – und es ist sehr sicher. Es sei damit zu rechnen, dass die Technologie weiter an Boden gewinnt.

Drei Millionen Kilometer möglich
Noch eine gute Nachricht überbringt der Forscher: Das Eisenphosphat ist auch langlebiger als bisherige Materialien. Während mit den aktuellen NMC-Materialien in der Kathode bereits eine Million Fahrtkilometer und mehr mit einer Batterie Standard sind, werden es mit dem Eisenphosphat drei Millionen Kilometer sein. Dadurch eignen sich Batteriefahrzeuge auch als zukünftige autonome Flottenfahrzeuge mit Kilometerleistungen von je 150.000 km pro Jahr. Ein E-Auto wird dann um ein Mehrfaches rentabler sein als ein Auto mit Verbrennungsmotor, der eine Lebensdauer von nur 300.000 km hat.

Kommt 2022 der Tesla um 15.000 Euro?
Da die Agentur Bloomberg mittlerweile gemeldet hat, dass die ersten Batteriezellen für E-Autos in den Markt gekommen sind, die weniger als 100 US-Dollar pro Kilowattstunde kosten, senkt sich demnächst wahrscheinlich der Autopreis insgesamt. Denn die Batterie ist der teuerste Teil des Fahrzeugs. Tesla habe gerade angekündigt, ab 2022 einen Nachfolger des Model 3 für rund 20.000 Euro anzubieten. Deutsche Förderung und Mehrwertsteuer eingerechnet wäre das ein Endpreis von 15.000 Euro.

Artikel im Tagespiegel.

 

 

 

 

 

 

 

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