Auf dem Gelände des modularen Forschungsgebäudes NEST im Schweizer Dübendorf testen Forschende den Prototyp einer intelligenten Baumgrube.

Sensoren im Wurzelbereich geben Auskunft über den Zustand des Baums. Foto: Marc Vögele, OST – Ostschweizer Fachhochschule

Im Zuge des Klimawandels kommt Grünflächen und Bäumen in urbanen Gegenden eine immer größere Bedeutung zu - in der Schweiz sterben allerdings jährlich Tausende von Bäumen in Städten, weil sie zu wenig oder falsch bewässert werden. Insbesondere Jungbäume in der Anwachsphase sind davon betroffen, weil sie einen erhöhten Wasserbedarf haben.

Forschende der Fachhochschule OST arbeiten daher gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Creabeton seit drei Jahren an einer Baumgrube, die mit Sensoren die Bedingungen im Wurzelbereich der Bäume ständig überwacht und diese Daten in eine digitale Plattform speist, informiert die Schweizerische Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in einer Mitteilung. Das Ziel: Ein Ampelsystem – von grün über gelb bis rot – soll in Echtzeit den Feuchtigkeitsgehalt im Wurzelbereich der Bäume anzeigen.

Mit dem Prototypen auf dem NEST-Gelände soll die Elektronik und die Sensorik nochmals auf Herz und Nieren getestet werden. Man sei zuversichtlich, dass die intelligente Baumgrube in naher Zukunft als Produkt anbgeboten werden und dadurch die Unterhaltsteams in den Städten unterstützen könne. (cst)

Schweizerische Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa 

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