Ein neu installiertes Rechenzentrum im modularen Forschungsgebäude NEST im Schweizer Dübendorf dient nicht nur der Datenverarbeitung, sondern hilft beim Heizen des Gebäudes.

Im Projekt arbeiten Forschungs- und Industriepartner aus der Schweiz, der Türkei, Spanien, Deutschland, den Niederlanden und Schweden zusammen. Foto: Empa

Die Serveranlage ist Teil des EU-Forschungsprojekts „ECO-Qube“, das die Integration von Rechenzentren in Gebäudesysteme und deren energieeffizienten Betrieb untersucht, informiert die Schweizerische Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa. Ein Feldtest mit Mikro-Rechenzentren im NEST und an zwei weiteren Standorten in der Türkei und den Niederlanden soll das Potenzial der Idee ergründen.

Angesetzt wird einerseits bei der Kühlung, die mithilfe Künstlicher Intelligenz gezielter eingesetzt werden soll. Andererseits werden die Rechenzentren in die Energiesysteme der umliegenden Quartiere integriert und möglichst mit erneuerbarer Energie gespeist - im NEST kommt der Strom unter anderem von den umliegenden PV-Anlagen. Die Abwärme des Rechenzentrums wird an das bestehende Mittel- oder Nieder-Temperaturnetz abgegeben: Im Winter speist sie so direkt die Gebäudeheizung, über das Jahr dient sie zusätzlich als Quelle für eine Wärmepumpe. Das Projekt soll etwa drei Jahre dauern, danach sollen Richtlinien für Planer und Gebäudebetreiber bereitgestellt werden. (cst)

Schweizerische Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa

NEST 

ECO-Qube 

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