In Wien Simmering wird eine neue Großwärmepumpe errichtet - zwei Drittel der benötigten Energie kommen aus der Abwärme des gereinigten Abwassers der ebswien Kläranlage.

Die neue Klimaschutz-Anlage soll künftig bis zu 300.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Foto: © smartvoll / Mathias Bank

Das letzte Drittel des Energiebedarfs wird mit Ökostrom direkt aus dem benachbarten Donaukraftwerk Freudenau gedeckt, so die Wien Energie in einer Aussendung: Damit werde die neue Anlage Fernwärme aus 100 Prozent regionalen, erneuerbaren Quellen produzieren. Bereits ab Mitte 2023 soll die Großwärmepumpe mit einer Leistung von 55 Megawatt bis zu 56.000 Haushalte mit umweltfreundlicher Wärme versorgen, der Vollausbau mit 110 Megawatt-Leistung ist bis 2027 geplant.

Das Abwasser fließt normalerweise nach der Reinigung in den Donaukanal, heißt es weiter. Ab nächstem Jahr wird es durch die Großwärmepumpenanlage geleitet, wo im Vollausbau sechs Wärmepumpen in Betrieb sein werden, die mit Wärmetauschern dem gereinigten Wasser rund 6 Grad Celsius entziehen. Damit kann Wärme mit mehr als 90 Grad Celsius erzeugt werden, die dann in Form von heißem Wasser über das Fernwärmenetz in die Wiener Wohnungen fließt. (cst)

Wien Energie 

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