Im deutschen Forschungsverbund „EleiK“ wurde eine in Fertigparkettböden integrierte Fußbodenheizung entwickelt, die eine elektrisch leitfähige Klebstoffschicht als Wärmeträger nutzt.

Versorgt mit erneuerbarem Strom, stellt die elektrische Parkettheizung ein klimafreundliches Heizsystem dar. Foto: pixabay.com

Im Rahmen des Vorhabens „Serienreife Entwicklung eines beheizbaren Verbundwerkstoffes durch Funktionalisierung einer Bindemittelschicht bei der Fertigung klassischer Holzwerkstoffe (EleiK)“ ist es gelungen, beheizbare Fertigparkettelemente herzustellen, die ähnlich leicht verlegt werden können wie herkömmliches Fertigparkett. Direkt unterhalb der obersten Edelholz-Nutzschicht des Bodens befindet sich dabei ein elektrisch leitfähiger Klebstoff, der bei Anlegen einer elektrischen Spannung Wärme erzeugt. Darunter wiederum liegen eine hochverdichtete Faserplatte und ein Unterzug aus Fichtenholz.

Zusätzlich wurde eine Bedieneinheit mit elektrischer Regelungstechnik entwickelt, die Ist-Werte wie die Raumluft- und Bodentemperatur verarbeiten und darüber die Heizleistung regulieren kann. Die Energiezufuhr erfolgt im Schutzkleinspannungsbereich bis 42 Volt Gleichspannung, in dem auch bei direkter Berührung kein Risiko eines Stromschlags besteht, so die deutsche Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR. Das System habe eine sehr geringe thermische Trägheit und könne Fußbodenoberfläche und Raumluft in kurzer Zeit aufwärmen, heißt es weiter: „Als einfach verlegbares Niedertemperatur-Strahlungsheizsystem mit geringer Aufbauhöhe und kurzen Aufheizzeiten eignet sich das Konzept für viele Gebäudetypen im Neu- und Altbaubereich gleichermaßen.“ (cst)

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR 

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