Eine Veranstaltung in Oberösterreich brachte erstaunliche Wortmeldungen zur Stromheizung. Eine Renaissance könnte eingeläutet werden.

Moderator Reinhard Hofstätter mit Manfred Hainbuchner, Stefan Kaineder und Christian Dörfel (v.l.n.r.). Foto: Herbert Starmühler

Die Eröffnung des neuen Headquarters des Stromdirektheizungs-Verfechters MYPV gestaltete sich zu einer Art Strategiewechsel. Denn drei Politiker am Podium verstanden sich recht gut in einer bestimmten Frage – was so kurz nach der Landtagswahl in Oberösterreich an sich schon bemerkenswert war. 

Erstaunliche Antworten auf die Gretchenfrage Stromheizung
Noch erstaunlicher die Antwort auf die Fragestellung, die der Moderator vorbrachte: Groß eingeblendet hinter Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ), Umweltlandesrat Stefan Kaineder (GRÜNE) und Landtagsabgeordnetem Christian Dörfel (ÖVP) befand sich nämlich ein Bild der Webseite des Landes Oberösterreich, auf der klar zu lesen war, was derzeit Sache ist: „Elektroheizungen als Hauptheizsystem dürfen nicht verwendet werden.“

Verbot der Stromdirektheizung „ist keine Zukunftsansage“
Darauf angesprochen und befragt, ob denn das noch zeitgemäß sei, antwortete Manfred Haimbuchner, der in Oberösterreich Wohnbaulandesrat ist: „Ich sage es ganz offen, das ist keine Zukunftsansage. Da muss sich etwas ändern im Land Oberösterreich“. Die Elektroheizung habe in Österreich, „warum auch immer,“ einen schlechten Ruf. Er frage sich schon lange, warum E-Mobilität positiv, aber Heizen mit Strom negativ besetzt sei. Haimbuchner: „Ich habe das früher nicht verstanden und verstehe das auch heute nicht. Diese Rahmenbedingungen müssen sich ändern". Aber es seien andere politische Akteure dafür verantwortlich. Man müsse jedenfalls in Zukunft technologieoffen sein.

Gesetzgeber soll innovativer werden
Auch Christian Dörfel (ÖVP) sagte „wir müssen verstärkt auf Technologieoffenheit setzen". Es erfordere nun auch ein Umdenken, um technologische Innovation (wie MYPV mit Direktstromheizungen) nicht zu behindern. Dörfler: „Wir brauchen beim Gesetzgeber und beim Verordnungserlasser einen anderen Ansatz“, um den rasanten Innovations-Fortschritt nicht zu behindern. „In Wahrheit müssen wir genauso innovativ werden wie die Wirtschaft“.

Renaissance der Stromheizung
Zum Zitat des Generaldirektors der Energie Oberösterreich, Werner Steinecker, befragt, der in einem Interview im Juni gemeint hatte „Letztlich könnte es sogar zu einer Renaissance der Stromheizung kommen“, sagten die Herren unisono, dass dieses Zitat im Grunde zutreffen könnte.

Website MYPV.

(hst)

 

 

 

 

Kommentare  

#3 Redaktion 2021-10-08 12:12
Lieber, liebe chi, WARUM waren denn Ihrer Meinung nach die Politiker-Äußer ungen so „grottenschlech t“?
#2 chi 2021-10-07 16:32
manchmal wäre es schön wenn politiker sich nur darüber äußern, wovon sie auch etwas verstehen od sich zumindest davor über das thema informiert haben.
grottenschlecht er wie hier können sich politiker gar nicht präsentieren.
#1 Heinrich Schuller 2021-10-07 15:00
Ja Stromheizung erlauben unter der BBedingung, daß es sich um PPassivhaus handelt. Ansonsten wirtschaftlich nicht vertretbar.

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