In Wien wird die Umrüstung der Heizungsanlagen auf erneuerbare Energieträger zum Megaprojekt. Im Fokus: Fernwärme.

Mutige Perspektiven formuliert die Abteilung Energieplanung der Stadt Wien für die kommenden Jahre. Foto: Starmühler

Die gerade präsentierten ersten, konkreten Vorhaben der Steuerreform in Österreich haben es gezeigt: Wer die Raumwärme fossilfrei gestalten will, hat in den Städten und insbesondere in Wien viel zu tun. Denn hunderttausende Gasthermen können nicht im Handumdrehen abgedreht werden.

„Ich war immer der Ansicht und verfolge das Konzept, dass wir Fernwärme für den Ersatz von fossilen Heizanlagen im Bestand brauchen“ sagt dazu Bernd Vogl, der Leiter der Abteilung Energieplanung in Wien. Für Neubauten allerdings „sollten wir die erneuerbaren Quellen vor Ort optimal nutzen“.

„Aus Sonne und Wind werden wir den weitaus größten Teil der Energie produzieren, die wir für alles – Gebäude Unternehmen und Verkehr – benötigen“ Energiethesen 2040, Energieplanung Wien

Und dieser Schwenk sei bereits vollzogen – wie man auch in der aktuellen Broschüre „Mutige Perspektiven wagen. 10 Jahre Stadt Wien - Energieplanung“ nachlesen kann, die gerade herausgekommen ist.

Die erste der „Energiethesen 2040“ ist demgemäß auch schon eine recht markante Ansage: „Aus Sonne und Wind werden wir den weitaus größten Teil der Energie produzieren, die wir für alles – Gebäude Unternehmen und Verkehr – benötigen“.

Zeitalter der Wärmepumpe beginnt
Und die vierte These ist auch ziemlich unmissverständlich: „Nachdem vor 100 Jahren Holzheizungen durch Kohle- und dann durch Öl- und Gasheizungen komplett ersetzt wurden, beginnt nun das Zeitalter der Wärmepumpen. Sie werden fossile Heizungen in den nächsten 20 Jahren ersetzen und eine wesentliche Rolle im Fernwärmenetz einnehmen“.

Website der Stadt Wien – Abteilung Energieplanung.

 

 

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